Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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acht bis vierzehn Tage nach Rom gekommen war, hatte er hundert Louisd'or mitgenommen, von denen er allerhöchſtens noch fünfzig beſaß. Es fehlten alſo ohne die Summe, welche Albert und Franz gemeinſchaftlich zuſammenbringen konnten, noch ſieben⸗ bis achthundert Piaſter. Franz konnte allerdings für einen ſolchen Fall auf das Haus Torlonia rechnen und er war alſo im Begriff, ſich unverzüg⸗ lich nach dem Palaſt Bracciano zu begeben, als ihm ein köſtlicher Einfall ankam.

Der Graf von Monte⸗Chriſto fiel ihm ein. Er ließ ſogleich

den Wirth rufen und fragte denſelben, ob er glaube, daß der Graf

zu Hauſe ſei.

Ja, Excellenz, ſoeben kam er nach Hauſe.

Hat er ſich ſchon zu Bette legen können?

Ich zweifle daran.

Dann bitte ich Euch, mein lieber Herr Wirth, ſelbſt mich ſo⸗ gleich bei ihm zu melden.

Meſſer Paſtrini beeilte ſich, den Auftrag zu vollziehen und kehrte nach fünf Minuten mit der Nachricht zurück, daß Excellenz erwartet werde.

Franz eilte hinüber und fand den Grafen in einem kleinen Kabinet, das er noch nicht kannte und das ganz mit Divans um⸗ geben war. Der Graf kam ihm entgegen.

und welcher gute Wind führt Sie zu dieſer Stunde zu mir? fragte er;ſollten Sie mir zufällig die Freude machen wollen, mit mir zu ſoupiren? das wäre bei Gott ſehr liebenswürdig von Ihnen.

Nein, ich komme in einer ſehr ernſten Angelegenheit.

In einer Angelegenheit! ſprach der Graf mit dem tiefen, forſchenden Blicke, der ihm eigenthümlich war,und in welcher?

Sind wir allein?

Vollkommen allein, antwortete der Graf, nachdem er ſelbſt nach der Thüre geſehen hatte.

Franz zeigte ihm Alberts Brief. Der Graf las.

Ah! ah! ſagte er.

Haben Sie die Nachſchrift geleſen?

Ja, antwortete Monte⸗Chriſto,ich ſehe wohl:

hatte gar keinen Creditbrief; da er in Florenz wohnte und nur auf