Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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Ol ſeien Sie unbeſorgt.

Franz nahm ſeinen Hut und eilte davon. Er hatte ſeinen Wagen um zwei Uhr beſtellt, aber zum Glück war der Palaſt Bracciano, deſſen eine Seite an den Corſo und die andere an den Platz der heiligen Apoſtel ſtößt, kaum zehn Minuten vom Hotel von London entfernt. Als Franz ſich dem Hotel näherte, ſah er einen Mann mitten in der Straße ſtehen, in dem er ſogleich den Boten Alberts vermuthete. Er war in einen langen, weiten Mantel ge⸗ hüllt. Franz ging auf ihn zu, aber zu ſeinem größten Erſtaunen redete der Mann ihn zuerſt an.

Was befehlen Sie von mir, Excellenz? ſagte er, einen Schritt zurücktretend, wie Jemand, der auf ſeiner Hut iſt.

Seid Ihr's nicht, entgegnete Franz,der mir einen Brief von dem Vicomte von Morcerf gebracht hat?

Logirt Excellenz in dem Hotel des Meſſer Paſtrini?

Ja.

Iſt Excellenz der Reiſegefährte des Herrn Vicomte?

Ja.

Wie iſt der Name von Excellenza?

Baron Franz von Epinay.

Dann iſt wirklich der Brief an Excellenz gerichtet.

Iſt Antwort darauf?

Ja, wenigſtens hofft es der Herr Vicomte.

Kommt mit mir herauf, dann will ich ſie Euch geben.

Ich will lieber hier draußen warten, ſprach der Bote lachend.

Warum?

Das wird Excellenz verſtehen, wenn Sie den Brief geleſen.

Ich finde Euch alſo hier?

Zuverläſſig.

Franz ging hinein; auf der Treppe traf er Meſſer Paſtrini.

Nun? fragte derſelbe.

Nun! was? erwiderte Franz.

Sie haben den Mann geſehen, den der Vicomte von Morcerf zu Ihnen geſchickt?

Ich habe ihn geſehen, antwortete Franz,und dieſen Brief durch ihn erhalten. Ich bitte Sie, mir Licht zu beſorgen.

Der Wirth befahl einem Diener, Franzen hinauf zu leuchten.