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zwanzig Stunden eine ſo ſonderbare Meinung gegen Franz geäußert hatte. Ihre Lorgnette war mit ſolchem Eifer auf Franz gerichtet, daß derſelbe wohl einſah, wie es Grauſamkeit ſein würde, ihre Neu⸗ gierde länger unbefriedigt zu laſſen. Da es nun in den italieniſchen Theatern allgemein Sitte iſt, dieſelben als Empfangs⸗Salons zu betrachten, ſo begaben ſich unſere beiden Freunde in die Loge der Gräfin, um derſelben ihre Huldigungen darzubringen. Kaum waren ſie eingetreten, als ſie Franz bedeutete, den Ehrenplatz einzunehmen; Albert nahm ſeinen Platz hinter ihr.
„Nun!“ fragte ſie, Franz kaum die Zeit ſich zu ſetzen laſſend, „wie es ſcheint, haben Sie nichts Eiligeres zu thun gehabt, und ſind, wie es ſcheint, ſchon die beſten Freunde von der Welt?“
„Ohne ſchon ſo weit als Sie glauben, Frau Gräfin, in einer gegenſeitigen Vertraulichkeit zu ſtehen, kann ich doch nicht läugnen, daß wir den ganzen Tag von ſeiner Gefälligkeit Gebrauch gemacht haben.“
„Wie, den ganzen Tag?“
„Meiner Treu, nichts anders; heute Morgen haben wir bei ihm gefrühſtückt, während der ganzen mascherata ſeinen Wagen benutzt, und ſind jetzt in ſeiner Loge.“
„Sie kennen ihn alſo?“
„Ja und nein.“
„Wie ſo?“
„Das iſt eine lange Geſchichte.“
„Die Sie mir erzählen werden.“
„Sie würde Ihnen zu viel Furcht einflößen.“
„Ein Grund mehr.“
„Warten Sie wenigſtens die Entwickelung dieſer Geſchichte ab.“
„Es ſei, ich liebe die vollſtändigen Erzählungen. Aber vor⸗ läufig: wie kamen Sie mit ihm in Berührung und wer ſtellte Sie einander vor?“.
„Niemand; er war es, der ſich geſtern Abend, nachdem ich Sie verlaſſen hatte, uns vorſtellen ließ.“
„Durch wen?“
„Ol durch unſern Wirth.“
„Er wohnt alſo im Hotel von London, wie Sie?“
„Nicht allein in demſelben Hauſe, ſondern in demſelben Stockwerk.“
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