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1 473 „Wie heißt er? denn ſeinen Namen werden Sie doch wiſſen?“ „Vollkommen: der Graf von Monte⸗Chriſto.“ „Was bedeutet dieſer Name? die Familie exiſtirt nicht.“ „Nein, es iſt der Name einer Inſel, die er gekauft hat.“ „Und er iſt Graf?“
„Toscaniſcher Graf.“
„Nun wir werden dieſen dulden, wie ſo Manche,“ meinte die Gräfin, die aus einer der älteſten venetianiſchen Familien ſtammte. „Und was iſt er übrigens für ein Mann?“
„Fragen Sie den Vicomte von Morcerf.“
„Sie verſtehen, mein Herr, ich werde an Sie gewieſen,“ ſagte die Gräfin.
„Wir würden ihm Unrecht thun, wenn wir ihn nicht charmant fänden, gnädige Frau,“ antwortete Albert;„ein Freund, der uns zehn Jahre kennt, hätte nicht mehr für uns thun können als er gethan hat, und das mit einer Feinheit, einer Zartheit, einer Freund⸗ lichkeit, die den wahren Weltmann charakteriſiren.“
„Nun,“ antwortete die Gräfin lachend,„Sie werden ſehen, daß mein Vampyr irgend ein Emporkömmling iſt, der ſich ſeine Mil⸗ lionen verzeihen laſſen will. Und ſie, haben Sie ſie geſehen?“
„Wer, ſie?“ fragte Fr unz lachend.
Griechin von geſtern.“ Lir haben, laube ich, den Ton ihrer guzla gehört, ſie ſelbſt aber blieb vollkommen unſichtbar.“
„Das heißt, meiner lieber Franz,“ verſetzte Albert,„wenn Du ſagſt unſichtbar, thuſt Du es, um die Sache geheimnißvoller zu machen, oder wofür hielteſt Du denn den blauen Domino an dem mit weißem Damaſt decorirten Fenſter des Palais Rospoli?“
„Der Graf he ſo Fenſter im Palais Rospoli?“
„Ja. Sind Sie durch den Corſo gekommen?“
„Gewiß, wer wäre heute nicht durch den Corſo gekommen?“
„Nun wohl! haben Sie zwei Fenſter bemerkt, die mit gelbem Damaſt decorirt waren, und zwiſchen denſelben ein mit weißem Damaſt und einem rothen Kreuze decorirtes? Dieſe Fenſter hatte der Graf.“
„Ah, ſo! dann muß aber ja dieſer Mann ein Nabob ſein? Wiſſen Sie, was drei Fenſter wie dieſe, für acht Tage des Carnevals


