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Hier die wörtliche Ueberſetzung dieſes Anſchlages:
„Es wird bekannt gemacht, daß Dienſtag, den 22. Februar, an dem erſten Tage des Carnevals, nach dem Urtheil der Rota, auf dem Platze del Popolo hingerichtet werden ſollen: Andrea Rondolo wegen Ermordung des ſehr ehrwürdigen und ſehr achtbaren Don Cäſar Torlini, Canonicus der Kirche von San Giovanni di Laterano, und Peppino, genannt Rocca Priori, wegen überwieſenen Einver⸗ ſtändniſſes mit dem verabſcheuungswürdigen Banditen Luigi Vampa und den Männern ſeiner Bande. Der Erſtere ſoll mazzolatto, der Andere decapitato enthauptet werden. Die mitleidigen chriſtlichen Seelen werden gebeten, Gott anzurufen um eine aufrichtige Reue dieſer beiden unglücklichen Verurtheilten!“
Dies war ganz daſſelbe, was Franz vorigen Abend in den Ruinen des Colyſeum gehört hatte, die Namen der Verurtheilten, die Urſache und Art ihrer Hinrichtung, Alles traf zu. Alſo war, allem Anſchein nach, der Tranſteveriner Niemand anders als der Bandit Luigi Vampa, und der Mann im Mantel Sindbad der Seefahrer, der in Rom, wo in Porto Vecchio und in Tunis ſeine philanthropiſchen Unternehmungen ausübte.
Indeſſen war es neun Uhr geworden und Franz wollte Albert wecken, als dieſer, zu ſeinem größten Erſtaunen, ihm völlig ange⸗ kleidet entgegenkam. Der Carneval hatte ihm im Kopfe geſpukt und ihn früher erweckt, als ſein Freund zu hoffen gewagt hatte.
„Nun,“ ſagte Franz zu dem Wirth.“ da wären wir ja alle Beide bereit; glaubt Ihr, mein lieber Meſſer Paſtrini, daß wir jetzt ſchon zu dem Herrn Grafen gehen können?“
„O! gewiß,“ antwortete der Wirth;„der Herr Graf von Monte⸗Chriſto hat die Gewohnheit, ſehr früh aufzuſtehen und ich bin überzeugt, daß er ſchon ſeit zwei Stunden munter iſt.“
„Und glaubt Ihr, daß er es nicht unbeſcheiden finden wird, wenn wir jetzt ſchon zu ihm kommen?“
„Gewiß nicht.“
„Nun dann, Albert, wenn Du fertig biſt...“
„Ganz fertig,“ erwiderte Albert.
„Dann komm, unſerm Nachbar für ſeine Zuvorkommenheit zu danken.“
„Gehen wir.“
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