Teil eines Werkes 
2 (1870)
Entstehung
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haben würden, demſelben unſere Aufwartung zuerſt zu machen. Der Laquai entfernte ſich.

Das nenn' ich zuvorkommend ſein, ſagte Albert;Ihr hattet Recht, Meſſer Paſtrini, das iſt ein Mann, der zu leben weiß, Euer Graf von Monte⸗Chriſto.

Sie nehmen alſo ſein Anerbieten an?

Das verſteht ſich! doch läugne ich nicht, daß es mir leid thut um den Ochſenwagen und die Schnitter; und wenn das Fenſter im Café Rospoli uns nicht für dieſen Spaß entſchädigte, ſo glaube ich, daß ich die Ausführung meiner Idee, die mir gar zu wohl gefiel, vorziehen würde. Was ſagſt Du dazu Franz?

Ich ſage, daß mich auch die Fenſter des Café Rospoli be⸗ ſtimmen.

Das Anerbieten der beiden Plätze in einem Fenſter des Café Rospoli hatte Franz an die Unterhaltung erinnert, die er in den Ruinen des Colyſeum angehört hatte, in welchen der Tranſteveriner von dem Manne im Mantel das Verſprechen erhielt, für den Ver⸗ urtheilten Begnadigung auszuwirken. Da nun, wenn nicht alle ſeine Vermuthungen ihn trogen, der Mann im Mantel derſelbe war, deſſen Erſcheinung im Theater Argentina ſo lebhaften Eindruck auf ihn gemacht hatte, ſo zweifelte er nicht, daß er ihn erkennen würde, und dann beſchloß er, ſeine Neugier um jeden Preis zu be⸗ friedigen.

Franz brachte einen Theil der Nacht wieder ſchlaflos zu, indem alle dieſe Ereigniſſe ſeinen Geiſt beſchäftigten und ſeine Phantaſie aufregten. Sehnlich erwartete er den Morgen, an dem er ſo viel Aufſchluß zu bekommen hoffte. Wenn ſein Nachbar, der Graf von Monte⸗Chriſto, nicht den Ring des Gyges beſaß und ſich mit deſſen Hilfe unſichtbar machen konnte, ſo entging er ihm dieſes Mal nicht. Vor acht Uhr ſtand er auf, während Albert, der nicht dieſelben Urſachen hatte, früh aufzuſtehen, noch ſanft und feſt ſchlief. Franz ließ den Wirth rufen, der ſich mit gewohnter Pürktlichkeit einſtellte.

Meſſer Paſtrini, ſagte er zu ihm,giebt es nicht heute eine Hinrichtung?

Ja, Excellenza, aber wenn Sie mich fragen, um ein Fenſter zu haben, ſo haben ſie daran viel zu ſpät gedacht.

Nein, erwiderte Franz;übrigens, wenn ich dieſes Schau⸗