Teil eines Werkes 
2 (1870)
Entstehung
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und Indigo aus Indien erwartet wird. Wenn dieſes Schiff aus⸗ bleibt, wie die Uebrigen, iſt er verloren.“

„Und,“ ſagte der Abbé,„hat er Frau und Kinder, der Un⸗ glückliche?“

„Ja; er hat eine Frau, die ſich bei dem Allen wie eine Heilige benimmt; er hat eine Tochter, die im Begriff war, einen Mann zu heirathen, den ſie liebte, und den ſeine Familie nun nicht ein ver⸗ armtes Mädchen heirathen laſſen will; er hat auch einen Sohn, der Lieutenant in der Armee iſt. Aber Sie können leicht denken, daß dieſes Alles ſeinen Schmerz verdoppelt, ſtatt ihn zu lindern. Der arme, liebe Mann! Wäre er allein, ſo ſchöſſe er ſich eine Kugel durch den Kopf und Alles wäre vorbei.“

„Es iſt entſetzlich,“ murmelte der Abbé.

„Da ſehen Sie wieder, wie Gott die Tugend belohnt, Herr Abbé,“ ſagte Caderouſſe.„Sehen Sie, ich, der ich außer dem, was ich Ihnen geſtanden habe, niemals eine unrechte Handlung beging, bin im Elende; ich werde, wenn ich meine arme Frau, die das Fieber verzehrt, begraben habe, vor Hunger ſterben, wie Dantes Vater, während Fernand und Danglars nicht wiſſen, wo ſie mit dem Gelde hin ſollen.“—

„Und wie ſo?“

„Weil ihnen Alles geglückt iſt, während den rechtſchaffenen Leuten Alles mißglückt.“

„Was iſt aus Danglars geworden, der ja wohl der Strafbarſte, der Aufhetzer war?“

„Was aus ihm geworden iſt? Er verließ Marſeille und kam, durch Herrn Morrel, der ſein Verbrechen nicht ahnte, empfohlen, als Buchhalter in das Geſchäft eines ſpaniſchen Bankiers. In der Zeit des ſpaniſchen Krieges hatte er Theil an den Lieferungen für die Armee, und machte dabei ſein Glück; dann legte er dieſen ſeinen erſten Gewinn in den Fonds an, verdoppelte, verdreifachte und vervierfachte ſein Vermögen, heirathete die Tochter ſeines Prinzipals, und als dieſe geſtorben war, die Wittwe eines Herrn v. Nargonne, Tochter des Grafen v. Servieur, eines Kammerherrn des jetzigen Königs, der in der höchſten Gunſt ſteht. Er war Millionär geworden, und man hat ihn zum Grafen gemacht, ſo daß er jetzt Graf Danglars iſt, ein Hôtel in der Straße Mont⸗ Der Graf von Monte⸗Chriſto. 20