Teil eines Werkes 
2 (1870)
Entstehung
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geſtanden ging und mit großen Schritten umher; dann kam er zu ſeinem Platze zurück und ſetzte ſich nieder.

Ihr nanntet ſchon einige Mal einen gewiſſen Herrn Morrel, ſagte er,was war dieſer Mann?

Es war der Rheder desPharaon, der Patron von Dantes.

Und welche Rolle ſpielte dieſer Mann, bei all' dieſen traurigen Ereigniſſen? fragte der Abbé.

Die Rolle eines rechtſchaffenen, muthigen Mannes und treuen Freundes, Herr Abbé. Zwanzig Mal hat er ſich für Edmond ver⸗ wendet; als der Kaiſer wieder kam, ſchrieb, bat, drohte er, ſo daß er nachher als Bonapartiſt verfolgt wurde. Zehn Mal war er, wie ich Ihnen ſchon geſagt habe, zum alten Dantes gekommen, um ihn zu ſich zu nehmen, und an dem Abend oder Vorabend ſeines Todes ließ er, wie ich Ihnen ſchon ſagte, eine Börſe auf dem Kamine, mit der die Schulden des guten Mannes getilgt und die Koſten der Beerdigung beſtritten wurden, ſo daß der arme Greis wenigſtens ſterben konnte, wie er gelebt hatte, nämlich ohne Jemand Unrecht zu thun. Die Börſe habe ich noch, es iſt eine lange Börſe von rothem Filet.

Und, fragte der Abbé,lebt dieſer Herr Morrel noch?

Ja, antwortete Caderouſſe.

Dann, entgegnete der Abbé,muß dieſer brave Mann vom Himmel geſegnet, muß reich und glücklich ſein.

Caderouſſe lächelte bitter.

Ja, glücklich wie ich, ſagte er.

Wie? Herr Morrel wäre unglücklich! rief der Abbé.

Er iſt dem Mangel und, was noch ſchlimmer iſt, Herr Abbé, der Entehrung nahe.

Wie ſo?

Ja, fuhr Caderouſſe fort,es iſt ſo; nachdem er fünfund⸗ zwanzig Jahre gearbeitet, nachdem er den ehrenvollſten Platz in dem Handelsſtande von Marſeille errungen hatte, iſt Herr Morrel ohne Rettung zu Grunde gerichtet. Er hat in zwei Jahren fünf Schiffe verloren, hat drei ſchreckliche Bankerotte ertragen, und ſeine letzte Hoffnung beruhte jetzt nur noch auf eben demPharaon, den der arme Dantes befehligte und der mit einer Ladung von Cochenille