Teil eines Werkes 
2 (1870)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

vollziehen kann.

Große Schweißtropfen rollten von Caderouſſe's Stirn herab; er ſah den Abbé aufſtehen, nach der Thüre gehen, nach ſeinemn E Pferde ſehen und zurückkehren. Mann und Frau ſahen einander mit einem unbeſchreiblichen Ausdrucke an. Der Diamant würde uns allein zufallen, ſagte er.

Meinſt Du? antwortete die Frau.

296 mehr davon. Und was war denn auch am Ende mein Auftrag? eine bloße Förmlichkeit. Ich werde alſo dieſen Diamanten ver⸗ d kaufen; hierbei zog er denſelben aus ſeiner Taſche, öffnete das* Käſtchen und ließ ihn nochmals vor Caderouſſe's geblendeten Augen ſe funkeln. ihr Komm doch, Frau, ſagte Caderouſſe mit rauher Stimme,und ſieh die Pracht.. Ein Diamant, ſagte die Carconte aufſtehend und feſte gin Trittes die Treppe herabkommend.Was iſt es denn mit dieſem 8 Diamanten? hin Haſt Du denn nicht gehört, Frau, ſprach Caderouſſe,es iſt ein Diamant, den der gute Junge uns vermacht hat; zuerſt ſeinem Vater, dann ſeinen drei Freunden, Danglars und mir und Mercedes,. ſeiner Braut. Dieſer Diamant iſt fünfzig tauſend Franken werth. ni Ach! das ſchöne Farbenſpiel! ſagte ſie. ſar Alſo der fünfte Theil dieſer Summe gehört uns? fragte 8 Caderouſſe. Ja, mein Freund, antwortete der Abbé,ſowie der Antheil des Vater Dantes, den ich mich berechtigt glaube, unter Euch Viere zu vertheilen. Und warum unter uns Viere? fragte Carconte. in Weil Ihr die vier Freunde Edmonds ſeid. m Verräther ſind keine Freunde, murmelte die Frau jetzt dumpf ge in ſich hinein. ſe Ja, ja, meinte Caderouſſe,das ſagte ich ja. Es iſt beinahe d eine Entweihung, beinahe eine Gottesläſterung, den Verrath, ja G vielleicht das Verbrechen zu belohnen. in Ihr habt es ſo gewollt, entgegnete der Abbé ruhig und ſteckte al 8 den Diamanten in die Taſche ſeines Ordenskleides:gebt mir nun o die Adreſſe von Edmonds Freunden, damit ich ſeinen letzten Willen u

n

.