Teil eines Werkes 
2 (1870)
Entstehung
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Aber wie kam dieſer Diamant in Ihren Beſitz, Herr Abbé? fragte Caderouſſe.Hat Edmond Sie zu ſeinem Erben eingeſetzt?

Nein, aber zu dem Vollſtrecker ſeines Teſtamentes. Ich hatte drei gute Freunde und eine Braut, ſagte er,alle Viere, davon bin ich überzeugt, werden ſich ſehr um mich härmen; der Eine von dieſen guten Freunden hieß Caderouſſe.

Caderouſſe zitterte.

Der Andere, fuhr der Abbé fort, und ſchien die Bewegung, die ſich Caderouſſe's bemächtigt hatte, nicht zu bemerken,der Andere hieß Danglars; der Dritte, fügte er hinzu, war zwar mein Neben⸗ buhler, liebte mich aber dennoch.

Ein teufliſches Lächeln entſtellte die Züge Caderouſſe's, der dem Abbé in's Wort fallen wollte.

Wartet, ſagte der Abbé,laßt mich erſt zu Ende kommen, und ſagt mir nachher, was Ihr zu bemerken habt. Alſo der Dritte, obgleich mein Nebenbuhler, liebte mich auch und hieß Fernand;

meine Braut hieß... ich kann mich auf den Namen der Braut

nicht beſinnen, ſagte der Abbé.

Mercedes, fiel Caderouſſe ein.

Ach ja! ſo war's, entgegnete der Abbé mit einem unter⸗ drückten Seufzer,Mercedes.

Nun? fragte Caderouſſe.

Gebt mir eine Flaſche Waſſer, ſagte der Abbé.

Caderouſſe beeilte ſich dieſelbe zu holen. Der Abbé füllte ſein Glas und trank.

Wo waren wir? fragte er dann ſein Glas auf den Tiſch ſetzend.

Die Braut hieß Mercedes.

Ja, da war's. Ihr geht nach Marſeille... Es iſt jetzt Dantes, der ſpricht, verſteht Ihr?

Vollkommen. 1

Ihr verkauft dieſen Diamanten, macht fünf Theile von dem, was Ihr dafür bekommt, und theilt es unter jene fünf einzigen Weſen auf der Welt, die mich geliebt haben!

Wie, fünf Theile? bemerkte Caderouſſe.Sie haben ja nur

vier Perſonen genannt!

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