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Caderouſſe's Züge nur Ueberraſchung ausdrückten, weil er keine Antwort bekam, fand er, daß es Zeit ſei, dieſe Ueberraſchung zu enden, und ſagte mit entſchieden italieniſchem Dialekt:
„Seid Ihr nicht Herr Caderouſſe?“
„Ja, mein Herr,“ ſagte der Wirth, der jetzt wo möglich noch erſtaunter über die Frage, als vorher über das Schweigen war; „der bin ich wirklich, Gaspard Caderouſſe, Ihnen zu dienen.“
„Gaspard Caderouſſe?... Ja... ich glaube, ſo waren die Namen. Ihr wohntet ſonſt in der Allee von Meillan, nicht wahr, im vierten Stockwerke?“
„So iſt's.“
„Und Ihr triebt die Schneider⸗Profeſſion?“
„Ja, aber das Glück verließ mich. Es iſt in dem verwünſchten Marſeille jetzt ſo heiß, daß ſich am Ende Niemand mehr wird an⸗ ziehen wollen. Aber, da ich eben von der Hitze rede, wollen Sie ſich nicht erfriſchen, Herr Abbé?“
„Nun ja. Gebt mir eine Flaſche Eures beſten Weines und dann wollen wir fortplaudern, wo wir aufgehört haben.“
„Wie Sie befehlen, Herr Abbé,“ entgegnete Caderouſſe ge⸗ ſchmeichelt.
Um nun die Gelegenheit, eine ſeiner letzten Flaſchen Cahors anzubringen, nicht zu verſäumen, beeilte ſich Caderouſſe eine Fall⸗ thüre aufzuheben, die in dem Fußboden des Gemaches im Erd⸗ geſchoſſe, welches zum Salon und zur Küche zugleich diente, ange⸗ bracht war und hinter derſelben zu verſchwinden. Als er nach fünf Minuten wieder erſchien, fand er den Abbé mit auf den Tiſch ge⸗ ſtütztem Arme auf einem Schemmel ſitzen, während Margotin, der Frieden mit ihm geſchloſſen zu haben ſchien, in der Erwartung, daß dieſer ſonderbare Reiſende etwas zu eſſen fordern werde, mit vor⸗ gerecktem Halſe und ſchmachtendem Auge vor ihm ſaß.
„Ihr ſeid allein?“ fragte der Geiſtliche, während der Wirth die Flaſche und ein Glas vor ihn hinſtellte.
„Ach! mein Gott ja, Herr Abbé, ſo gut wie allein, denn ich habe eine Frau, die mich in nichts unterſtützen kann, denn ſie iſt immer krank, die arme Carconte.“
„Ei! Ihr ſeid alſo verheirathet?“ ſagte der Geiſtliche mit


