Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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zunverhoften des Geſchikes ganz einfachen den geringſten

ging vor ſih. zu. Alle vor. onnten, kamen Augen ſchloß,

enden Schrift.

fen, ſo durch⸗ in die Höhlen, Rubinen und Perlen ſtatt ſeine Taſchen t kam, in ge⸗ te er in dieſe gang betreten lichen Krümm⸗ ſt ſuchte er in welches dem iche Höhle des verſchwunden, denen ihn zu

während der nbildungzkrat

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zu beherrſchen und zu benutzen und ſo gelang es ihm, ſeinen bis dahin noch unſichern, ſchwankenden Plan feſtzuſtellen. Der Abend

kam und mit ihm die Vorbereitungen zur Einſchiffung. Dieſe Vor⸗ bereitungen dienten Dantes, ſeine Aufregung zu verbergen, oder

vielmehr zu erklären. Er hatte nach und nach das Uebergewicht

über ſeine Kameraden bekommen, daß er, ohne ihren Unwillen zu

erregen, befahl, als ſei er Patron des Fahrzeuges, und da ſeine

Anordnungen immer klar, genau und leicht ausführbar waren, ſo gehorchten ſeine Kameraden ihm nicht nur pünktlich, ſondern auch gern. Der alte Seemann ließ ihn gewähren, auch er erkannte das Uebergewicht Dantes über ſeine Matroſen nicht nur, ſondern auch über ihn; er ſah in dem jungen Manne ſeinen Nachfolger und be⸗ dauerte, daß er keine Tochter hatte, durch die er Edmond hätte an ſich feſſeln können.

Um ſieben Uhr Abends war Alles bereit, und zehn Minuten nach ſieben Uhr in dem Augenblicke, als er angezündet wurde, um⸗ ſegelte die jeune Amélie den Leuchtthurm. Das Meer war ruhig, ein friſcher Wind wehte von Süd⸗Oſt. Man ſegelte unter dem arzurblauen Himmel, an dem Gott auch noch ſeine Leuchtthürme an⸗ zündete, deren jeder eine Welt iſt. Dantes erklärte, daß Alle zu Bett gehen könnten, indem er am Steuerruder bleiben wollte. Wenn der Malteſer(ſo wurde Dantes genannt) eine ſolche Erklärung ge⸗ geben hatte, ſo war das hinreichend, folglich legte die ganze Schiffs⸗ mannſchaft ſich ruhig ſchlafen. Es war nicht das erſte Mal. Dantes, aus der Einſamkeit in die Welt zurückgeworfen, empfand zuweilen ein dringendes Bedürfniß allein zu ſein. Und welche Einſamkeit iſt wohl unermeßlicher und zugleich poetiſcher, als die eines Schiffes, welches allein in der Stille und Dunkelheit der Nacht, in dem Schweigen des Weltmeeres und unter dem Auge des Herrn dahin gleitet? Dantes bevölkerte die Einſamkeit mit ſeinen Gedanken, die halbe Nacht mit ſeinen Luftſchlöſſern, das Schweigen um ihn her mit ſeinen Gelübden.

Als der Patron erwachte, ging das Schiff mit vollen Segeln: nicht ein Stückchen Segel, das nicht vom Winde geſchwellt war. Man legte mehr als drittehalb Meilen in einer Stunde zurück. Die Inſel Monte⸗Chriſto wurde immer ſichtbarer, immer größer am Horizont. Edmond überließ das Fahrzeug ſeinem Herrn und legte

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