Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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Indeſſen, ſtammelte Dantes und trocknete den Angſtſchweiß, der von ſeiner Stirne tropfte,indeſſen hatte ich Dir doch, als ich vor drei Monaten abreiſte, 200 Francs gelaſſen.

Ja, ja, Edmond, es iſt wahr, aber Du hatteſt eine kleine Schuld bei dem Nachbar Carderouſſe zu berichtigen vergeſſen; er erinnerte mich daran mit dem Bemerken, daß er ſich, wenn ich ihn nicht bezahlen könne, von Herrn Morrel bezahlen laſſen werde. Nun wirſt Du begreifen, daß ich aus Furcht, daß Dir das Schaden thun könne... Nun gut!... nun gut, ich habe ihn bezahlt.

Aber, rief Dantes,es waren 140 Francs, die ich Carderouſſe ſchuldete! Und Du haſt ſie von den 200 Francs, die ich Dir ge⸗ laſſen hatte, bezahlt?

Der Greis nickte mit dem Kopfe.

So haſt Du alſo die drei letzten Monate von 60 Francs gelebt... murmelte der junge Mann.

Du weißt, wie wenig ich bedarf, ſagte der Greis.

O, mein Gott, mein Gott! Mein Vater, vergieb mir! rief Edmond, und warf ſich ſeinem Vater zu Füßen.

Was iſt Dir, was machſt Du?

Ach, Du haſt mir das Herz zerriſſen!

Pah, Du biſt hier, ſagte der Greis lächelnd;jetzt iſt Alles vergeſſen und Alles gut.

Ja, ich bin da, ſagte der junge Mann;ich bin da mit einer ſchönen Hoffnung und mit etwas Geld. Nimm, Vater, ſagte er,nimm, nimm, und laß ſchnell Etwas holen.

Und er ſchüttelte den Inhalt ſeiner Taſchen auf den Tiſch aus ein Dutzend Goldſtücke, fünf oder ſechs Fünffrankenſtücke und eine ganze Menge kleine Münze.

Das Geſicht des alten Dantes erheiterte ſich.Wozu das? fragte er.

Nun, für mich, für Dich, für uns. Nimm, kaufe Vorräthe, ſei glücklich; morgen giebt's mehr. 4

Sachte, ſachte, ſagte der Greis lächelnd.Mit Deiner Er⸗ laubniß werde ich einen ſehr mäßigen Gebrauch von Deiner Börſe machen; wenn man mich ſo viele Sachen auf einmal kaufen ſähe, würde man glauben, ich hätte auf Dich warten müſſen, um ſie an⸗ zuſaffen.