Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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vorbereitet gekommen. Sieh' mich an, lächle mir zu, ſatt mich, wie Du thuſt, mit irren Blicken anzuſehen. Ich bin zurückgekehrt und bringe Glück mit.

Ach, deſto beſſer, entgegnete der Greis.Aber auf welche Weiſe werden wir glücklich ſein? Wirſt Du von jetzt an bei mir bleiben? Laß hören, erzähle mir Dein Glück.

Gott mag mir vergeben, ſagte der junge Mann,daß ich mich über ein Glück freue, welches eine Familie in Trauer verſetzt; aber Gott weiß, daß ich dieſes Glück nicht gewünſcht hatte! Es kommt, und ich habe nicht die Kraft, mich darüber zu betrüben. Der brave Capitain Leclerc iſt todt, und es iſt wahrſcheinlich, daß ich durch Herrn Morrels Verwendung ſeine Stelle bekomme.. Capi⸗ tain mit zwanzig Jahren, mit 100 Louis Gehalt und einen Antheil an dem Gewinne! Iſt das nicht mehr, als ein armer Matroſe, wie ich, nur hoffen und erwarten durfte?

Ja, mein Sohn, ja wirklich, ſagte der Greis,es iſt ein großes Glück.

Auch will ich von dem erſten Gelde, welches ich in dieſem Poſten bekomme, Dir ein kleines Haus kaufen mit einem Garten, worin Du Deine Clematis, Deine Capuzinerblumen und Deine Je⸗ längerjelieber pflanzen kannſt. Aber was iſt Dir, mein Vater, Du ſcheinſt krank zu ſein? Fe.

Geduld, Geduld, es wird vorübergehen.

Die Kräſte verließen indeſſen den Greis und er ſank zurück.

Schnell, ſchnell, ſagte der junge Mann,ein Glas Wein, mein Vater, das wird Dich ſtärken. Wo bewahrſt Du Deinen Wein auf?

MNein, danke, ſuche ihn nicht, ich bedarf keinen, ſagte der Greis und verſuchte ſeinen Sohn zurückzuhalten.

Nein, mein Vater, zeige mir den Ort.

Und er öffnete mehrere Schränke.

Vergebliche Mühe, ſagte der Greis,es iſt kein Wein da.

Wie, es iſt kein Wein da! ſagte Dantes, nun erbleichend, indem er abwechſelnd auf die bleichen, hohlen Wangen des Greiſes und die leeren Schränke ſah.Wie, es iſt kein Wein mehr da? Sollte es Dir, mein Vater, an Geld gefehlt haben?

Es fehlt mir nichts, denn Du biſt da, ſagte der Greis.