II.
Vater und Sohn.
„Laſſen wir Danglars, von dem Dämon des Haſſes beherrſcht ſich bemühen, einige boshafte Anſichten über ſeinen Gefährten dem Rheder in die Ohren zu blaſen, und folgen wir lieber Dantes, der, nachdem er die Straße de la Cannebiere ihrer ganzen Länge nach gemeſſen hat, in die Noailles einbiegt, in ein kleines Haus an der rechten Seite des Weges von Meillan eintritt, ſchnell die vier ſteilen ſchmalen Treppen erſteigt, und endlich, die eine Hand am Treppen⸗ Geländer, die andere auf das hochklopfende Herz gedrückt, vor einer angelehnten Thüre, durch welche er bis in das Innere einer kleinen Stube ſehen kann, athemlos ſtehen bleibt.
Es war dieſes die Stube, die Dantes Vater bewohnte.
Die Nachricht von der Ankunft des Pharaon war noch nicht bis zu dem Greiſe gedrungen, welcher ſich, auf einem Stuhle ſtehend, beſchäftigte, einige Schlingpflanzen, die ſich an dem Fenſter in die Höhe rankten, an demſelben zu befeſtigen.
Plötzlich fühlte er ſich umfaßt und hörte eine wohlbekannte Stimme hinter ſich rufen:„Mein Vater, mein guter Vater!“
Der Greis ſtieß einen Schrei aus, drehte ſich um und ſank bleich und zitternd ſeinem Sohne in die Arme.
„Was haſt Du denn, Vater?“ rief der junge Mann beſorgt, „Du wirſt doch nicht krank ſein?“
„Nein, nein, mein lieber Edmond, mein Sohn, mein Kind, nein; aber ich erwartete Dich nicht, und die Freude, die Aufregung, Dich ſo unerwartet zu ſehen... Ach, mein Gott, ich glaube, ich ſterbe...
„Ach, erhole Dich doch, Vater. Ich bin's— ich bin's wirklich. Man ſagt immer, die Freude ſchade nicht, und darum bin ich un⸗
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