„Vortreffliche, mein lieber Danglars.“
„Ei, um ſo beſſer,“ antwortete dieſer,„denn es iſt immer be⸗ trübend, einen Kameraden zu ſehen, der ſeine Schuldigkeit nicht thut.“
„Dantes hat die ſeinige gethan,“ antwortete Morrel,„und es iſt Nichts darüber zu ſagen. Der Capitain Leclerc hatte ihm den Auftrag gegeben, deſſen Vollziehung dieſen Aufſchub veranlaßte.“
„Ach, was den Capitain Leclerc anbelangt, hat er Ihnen nicht einen Brief von demſelben eingehändigt?“ 1
„Mir? Nein. Hatte er denn einen für mich?“
„Ich glaubte, daß der Capitain ihm außer jenem Packet noch dieſen Brief anvertraut habe.“
„Welches Packet meinen Sie, Danglars?“
„Nun das, welches Dantes in Porto⸗Ferrajo abgeliefert hat.“
„Woher wiſſen Sie, daß er in Porto⸗Ferrajo ein Packet ab⸗ geliefert hat?“
Danglars erröthete.
„Ich ging an der halbgeöffneten Thür des Capitains vorüber und ſah, wie derſelbe Dantes ein Packet und einen Brief einhändigte.“
„Er hat mir Nichts davon geſagt, wenn er aber einen Brief hat, wird er ihn mir ſchon geben,“ ſagte der Rheder.
Danglars dachte einen Augenblick nach.
„Dann bitte ich Sie, Herr Morrel,“ ſagte er,„Dantes hiervon Nichts zu ſagen; ich werde mich geirrt haben.“
In dieſem Augenblicke kam der junge Mann zurück; Danglars entfernte ſich.
„Nun, mein lieber Dantes, ſind Sie frei?“ fragte der Rheder.
„Ja, Herr Morrel.“
„Das hat nicht lange gedauert.“
„Nein, ich habe den Douaniern die Liſte unſerer Waaren ge⸗ geben, und die Sanitäts⸗Commiſſion hatte mit dem Küſtenlootſen einen Abgeordneten geſchickt, dem ich unſere Papiere übergeben habe.“
„Ihr habt alſo nun hier nichts mehr zu verrichten?“
Dantes warf einen raſchen Blick um ſich her.„Nein, Alles iſt in Ordnung,“ ſagte er.
e„Ihr könnt alſo mit uns kommen und zu Mittag mit uns en?“
„Entſchuldigen Sie mich, Herr Morrel, ich bitte ſehr, aber


