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Anfang der Vollziehung ſeiner Beſehle, und da er Alles in gehöriger Ordnung fand, kehrte er zu Herrn Morrel zurück. 3„Und wie ging es denn mit dem Tode des Capitains?“ nahm der Rheder das Geſpräch wieder auf, wo der junge Seemann es abgebrochen hatte. 4 AAnuf die unerwartetſte Art von der Welt, Herr Morrel. Nach einer langen Unterredung mit dem Hafen⸗Capitain verließ Leclerc V Neapel ſehr aufgeregt, vierundzwanzig Stunden darauf befiel ihn das Fieber und in drei Tagen war er todt. Wir haben ihn mit dden üblichen Feierlichkeiten beſtattet, und er ruht, anſtändig in eine Hängematte gewickelt, eine Kugel von 36 Pfund an den Füßen und eine am Kopfe, auf der Höhe der Inſel El Gialio. Wir bringen ſeiner Wittwe ſein Ehrenkreuz und ſeinen Degen. Es lohnt ſich der Mühe,“ fuhr der junge Mann mit melancholiſchem Lächeln fort, „zehn Jahre gegen die Engländer zu fechten, um am Ende, wie alle Welt, in ſeinem Bette zu ſterben!“
„Tauſend, was wollt Ihr, Edmond,“ entgegnete der Rheder,
ddeer ſich immer mehr zu tröſten ſchien,„wir ſind Alle ſterblich, und
es iſt beſſer, daß die Alten den Jungen Platz machen; außerdem
gäbe es keine Beförderung, und ſobald Ihr mir verſichert, daß die Ladung..“
„Iſt in gutem Stande, Herr Morrel, dafür ſtehe ich Ihnen. Dieſes iſt eine Reiſe, die ich Ihnen rathe, nicht unter 25,000 Fr. Gewinn zu diskontiren.“ Dann rief der junge Mann, als der runde Thurm umſegelt war:„Die Segel aufgehißt!“
Das Commando wurde faſt mit ebenſo großer Pünktlichkeit vollzogen, als auf einem Kriegsſchiffe.
„Alle Segel herab!“
Auf dieſes letzte Commando ſanken alle Segel, und das Schiff glitt, nur durch das Steuerruder in Bewegung geſetzt, faſt unmerklich vorwärts.
„Wenn Sie jetzt an Bord kommen wollen, Herr Morrel,“ ſagte Dantes, die Ungeduld des Rheders bemerkend,„hier kommt eben Ihr Rechnungsführer, Herr Danglars, aus ſeiner Cabine, der Ihnen jede Auskunft, die Sie wünſchen, geben wird; was mich anbetrifft, ſo muß ich nun das Schiff in den Hafen bugſiren und es in Trauer
ſetzen laſſen.“


