Bey dieſen Worten floſſen ſeine Thraͤnen, die Zeugen ſeines lebhaften Schmerzens. Coſ⸗ moͤe beweinte blos den tapferſten Krieger des Stammes in ſeinem Nebenbuhler.
Stellina, als ſie ſich von ihrer erſten Be— ſtuͤrzung erholt hatte, vergoß Thraͤnen uͤber den ungluͤcklichen Riamir; und da ſie die Unruhen ahndete, welche ſein Tod verurſachen duͤrfte, wurde ihre Angſt um Eduard vermehrt. Von tauſend widerſprechenden Gefuͤhlen beſtuͤrmt, wußte ſie nicht, wozu ſie ſich entſchlieſſen ſollte. Allein ihr Zögern, konnte ſelbſt die Gefahren, die ſie befuͤrchtete, herbeyfuͤhren. Sie giebt endlich nach, und folgt ihren Freunden eiligſt, die ſich um ſie her verſammelt hatten. Coſ⸗ moͤe gieng an ihrer Spitze, und ſo zog das Lager geſichert in Tenor ein.
Beſtuͤrtzung und Schmerz hatte alle Ge⸗ muͤther erfuͤllt. Mit Blitzes Schnelle verbrei⸗ tete ſich durch alle Huͤtten die traurige Nach⸗ richt. Jede Familie rief, indem ſie den edel⸗ ſten Krieger beweinte, uͤber den Verraͤther den Fluch Bramas. Und der Diener des Bra⸗ ma. freuete ſich in Ruhe ſeines gelunge⸗ nen Mordes, und war nur ungehalten uͤber den
2


