Teil eines Werkes 
2. Theil (1802)
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ſchoͤnen offnen Buſen.... Stellina lebt blos durch das Vergnuͤgen, das ſie ihm gewaͤhrt, und ihr Mund ſaugt verlangend ſeinen Athem ein....

Eines Morgens, als er noch in tiefem Schlafe ruhte, uͤberraſchte ſie ihn. Still ließ ſie ſich an ſeiner Seite nieder, harrte auf ſein Erwachen, und beſchuͤtzte indeſſen ſeine Ruhe. Eduards Geſichtszuge geriethen plötzlich in eine heftige Vinht er wurde unruhig, wand ſich bald hin, bald her, und einzelne verworrene Wor⸗ te, die ihm entſchluͤpften, verriethen ſeine unbe⸗ queme Lage, welche ihm der Raſen verurſachte, auf dem er ruhte. Stellina bemerkt ſeinen Zuſtand, eilt nach den naͤchſten Baͤumen, fuͤllt ihr aufgeſchuͤrztes Gewand mit Blaͤttern, und ſchuͤttet ſolche in die Grotte, um ihm hier ein weicheres Lager zu bereiten.... Sie entblät⸗ tert die Albetre, den dichtbelaubten Pikas, und die nahrhafte Celia: alles Geſtraͤuch iſt ihr nun gleich, da ſie es zum Lager ihres Freundes be⸗ ſtimmt. Ihre unbedachtſame Hand beugt ſelbſt die Myrthe nieder,... von Blumen und Blaͤttern beraubt, fährt endlich der kahle Aſt zuruͤck, welche dem jungen Weibe zuzufluͤſtern

ſcheint: bald wird deine Liebe mir aͤhnlich ſeyn...