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Er präſentirte die Dame, und unſre drei Poeten mach⸗ ten viel verlegne Bücklinge, ohne ein Wort hervorbringen zu können.
— Nun, Ihr ſeid ja ſo ſtill! fuhr Bruno fort. Habt Ihr die Nacht nicht gut geſchlafen?.. Apropos! Iſt es denn wahr, daß eine ganz abſonderliche Sucht über Euch gekommen, hiſtoriſche Novellen zu ſchreiben? Matthieu, mein Kammerdiener, hat mir unlängſt ein Pröbchen von Euren Verſuchen gebracht, und ich will doch ſehen, ob Ihr Eure Sache gut gemacht— wo nicht, ſo laſſ' ich Euch, beim Samiel! an die höchſte Fichte hängen! fügte er mit dem rauhen Räuberton vom vorigen Abend hinzu, und lachte herzlich. Die Freunde, denen die Comödie ſogleich klar geworden, ſtimmten in ſein Gelächter ein, und ſuchten aus dem Ganzen einen Scherz zu machen.
— Wir hatten Deine Abſicht wohl durchſchaut, ſprach Wilhelm, aber Deine reizende Braut wünſchte Novellen von uns, und ſchweigend gehorchten wir, weder unſre Ab⸗ neigung, noch die Wette
— Ei, wie galant! ſprach Mathilde ſchelmiſch. Und nicht wahr, nun gewähren Sie mir auch noch bie zweite Bitte, uns zum Kaffee zu begleiten?
Hugo, Alfred und Wilhelm folgten dem Brautpaar, und kamen nach dem runden Gartenſalon, durch deſſen lichte Glaswand man einen Theil des Parkes überblickte. Hier fanden ſie zwei bejahrte Herren und eine ſtattliche Matrone, der man die ehemalige Schönheit noch aus dem ſtillen, blaſſen Antlitz herausleſen konnte. Sie wurden den Frem— den als Mathildens Mutter, als Bruno's Vater und Oheim vorgeſtellt.


