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der andern Seite trat immer gleiche Stärke, gleiche Tüch⸗ tigkeit entgegen. Die Glieder der beiden Gladiatoren krach— ten, aber ſie rührten ſich nicht von der Stelle; es war, als wenn der gewaltige Sturm mit einer felſenfeſten Eiche ringt. Endlich wurde Raubern das lange Kampfſpiel zum Ueberdruß, er wartete nur auf den günſtigen Moment. Dann ſchlang er ſeine Rieſenarme um den Don, und ſteckte ihn, ſammt aller Grandezza, ſammt aller verliebten Gluth, in den Sack, der nach ſeinem eignen Maaße gemacht wor⸗ den war. Lauter Beifall erſcholl; Rauber hob den ein⸗ geſperrten Spanier vom Boden auf, trug ihn bis vor den Kaiſer, und öffnete nun erſt das Verließ. Stumm vor Schaam und Wuth, kroch Don Silvano de Badajoz aus dem Sacke; er wurde nicht mehr am Hoflager zu Wien erblickt, ſondern reiste eilig nach Andaluſten heim.
Der Kaiſer war hocherfreut über den Sieg des deutſchen Ritters, den er im Herzen begünſtigt hatte. Demüthig wie ein Kind, ſtand der Starke jetzt ſeiner Scharſegine gegen⸗ über, und dieſe wagte kaum, die Wimpern aufzuſchlagen. Da trat Marimilian hinzu, ek legte ihre Hände ineinander, und ließ ihnen ein prächtiges Beilager feiern.“
Hugo hatte die Erzählung in ſolcher Eile vollendet, daß der Morgen eben erſt dämmerte, als er damit zu Ende war. Auf ſolche fieberhafte Erregung folgte nun eing h⸗ beſiegbare Mattigkeit; der Kopf brauste ihm, die ungeputz⸗ ten Lichter brannten trübe, und unſer Poet ſchlummerte ein.
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