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habe. Deshalb verſprach der Kaiſer dem neuen Freiwerber zwar nichts, ſchlug ſein Geſuch aber auch nicht geradehin ab, und der Eitle nahm das, in ſeiner Selbſtgefälligkeit, für volle Einwilligung. Dankend entfernte er ſich, feſt überzeugt, daß ihm das ſüße Fürſtenkind nicht mehr ent⸗ gehen könne.
Noch nicht lange war er fort, ſo trat Rauber, der dazu Erlaubniß hatte, unangemeldet in's Gemach. Ein Elens⸗ koller ſchmiegte ſich um ſeine Glieder, die grüne Feldbinde flatterte ihm von der Schulter, und ein breites Schwert klirrte an ſeiner Seite. Militäriſch grüßte er den Kaiſer, dieſer lächelte freundlich nach ihm hin, und ſprach, während Rauber kerzengerade in ſeiner Stellung verharrte:
— Was bringt Ihr, Ritter?
Der Angeredete zögerte; er ſchien beklommen und be⸗ wegt. Mit Einemmal aber ſprengte ſein Gefühl alle Schran⸗ ken des Hofceremoniels, er ſtürzte zu Marimilian's Füßen, und rief leidenſchaftlich:
— Verzeihung, Majeſtät, bevor ich zu ſprechen wage!
— Nun, legt nur endlich los! ſagte der Kaiſer. Ich verzeihe Euch ja gern, denn Ihr habt meine Neugier rege gemacht.
— Ich liebe, preßte Rauber hervor, und flehe Euch um Erhörung meiner Bitte an.
— Ho, ho! Iſt es das? lachte Marimilian. Nun, mich werdet Ihr doch wohl nicht heirathen wollen?
— Eurer Tochter, der engelgleichen Scharſegine, gilt mein Werben, der ſchönſten Blume, die im ganzen Reiche blüht!


