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Die heimlichen Blumenworte drangen tief in Bacharam⸗ Gur's Herz, er war plötzlich viel milder geſtimmt, und ſprach zu dem Herold:„Reite zu Keſra hin, und ſage ihm in meinem Namen: Nicht will ich, daß wegen unſeres Strei⸗ tes das Blut der Landesſöhne vergoſſen werde— wir müſ⸗ ſen den Kampf allein beenden. Zwei Löwen ſollen aus⸗ gehungert und auf einen umgrenzten Platz gelaſſen werden. Zwiſchen ihnen ſtehe die alte Perſerfürſtenkrone, die auf dem Haupte meiner Väter ſaß, und wer von uns ſie dort hinwegnimmt, der iſt ihrer werth; ſein Stamm mag ſie tragen für ewige Zeiten.“
Der Herold ging, um ſeinen Auftrag anzuſagen. Keſra war damit zufrieden, und beide Heere legten die Waffen nieder, weil ihre Führer einen gefährlichern Kampf begin⸗ nen wollten.“
Mit Widerſtreben hatte Wilhelm ſeine Novelle begon⸗ nen, allein nach und nach erregten ihn der Stoff und der Champagner. Als er jetzt das Geſchriebene durchlas, glaubte er kaum, daß er deſſen Verfaſſer ſei; die erzwungene Arbeit war ihm lieb geworden, und ohne Zögern ſetzte er dieſelbe fort.
„Ein leichter Nebelflor lag über der Erde, phosphor⸗ bleich ſtand der Mond am Himmel und ſein magiſches Licht wehte in einen marmornen Kiosk hinein. Hier ſaß die liebliche Schirwana auf ſeidnem Polſter; ihr glänzend wei⸗ ßer Arm ruhte auf dem Knie, und ſtützte das wunderholde Köpfchen, deſſen lange ſchwarze Flechten ihn umwallten.


