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thront, da rieſelten helle, glühende Thränenperlen über den Blüthenſchmelz ihrer Wangen.
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Zu Hirach in Arabien war ein ſchöner Garten. Pal⸗ men, Cedern und blüthenbeſtreute Tulpenbäume ragten zum Himmel; von dichtem Strauchwerk troffen die Blumen⸗ trauben, wie ein würziger Regen, nieder z Agaven und Alve, Lilien und Kaktus miſchten ihre Farbenfülle pracht⸗ voll durcheinander. Die Nacht hatte ſo eben den Silber⸗ ſchleier entfaltet, am violetten Horizont ſtrahlten bereits die heiligen Sterne, und nur im Weſten glomm noch ein Pur⸗
purglanz. Tief im Laube ſang Bülbül ihr klagendes Lied, auf diamantnen Flügeln zogen die Laternenträger durch die Luft, und zeichneten dort goldne Funkenkreiſe mit ihrem Flug. Aus der Ferne tönte das Rauſchen eines Waſſer⸗ falls; es klang wie müde Athemzüge der Natur, die ſich in ihr Nachtgewand, aus Blumendüften und Nachtigallen⸗ liedern gewoben, eingehüllt hatte.
Einſam wandelte Bacharam⸗Gur in dieſem Garten, von holden Erinnerungen umgaukelt. Vor ſeinem Geiſte ſchwebte das Bild der reizenden Schirwana, die er mit aller Leidenſchaft liebte, und er umſchlang im Geiſt ihre ſüße Geſtalt. Die ſchwarzen Augen des Mädchens lächelten unter langen Wimpern zu ihm empor, ihre feingeſchnitt⸗ nen Lippen lockten ihn zum Kuß, und ihr neckiſch kleiner Fuß berührte den Boden kaum. So glaubte er Schirwana, eng an ihn geſchmiegt, zwiſchen den Laub⸗ und Blumen⸗ wänden entlang ſchreiten zu ſehn, und er flüͤſterte ihr heiße Liebesworte in's Ohr.


