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Heitere Novellen / von Eduard Boas
Entstehung
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Am dreizehnten November 1726 entſchlief die Fürſtin im Gefängniß zu Ahlen, und gern verließ ſie dieſe Erde, auf der ſie ſo unſägliches Leid erfahren hatte.

IV. Wilhelm's Novelle.

Regungslos ſaß Wilhelm auf dem kleinen Sopha ſeines Zimmers, und nippte nur ſelten aus dem Champagnerkelch, der vor ihm ſtand. Die Drohung des Banditen hatte all ſeine Kraft gebrochen, und er war nicht im Stande, dieſe Seelenermattung zu bemeiſtern. Da tauchte plötzlich aus den nebelhaften Schreckgeſtalten, die an ihm vorüberzogen, ein liebes, trauliches Bild empor. Das Bild hatte Roſen⸗ wangen, braune Locken, dunkelblaue Augen und ſchmale Purpurlippen; es lehnte hinter einem mit Weinlaub um⸗ rankten Fenſter, und blickte ſehnſüchtig nach Wilhelm aus. Aber dieſer kehrte nimmermehr zurück, denn man hatte ihn an einer hohen Fichte aufgehängt. Eiſiger Schauder durchfröſtelte den Jüngling, er ſtürzte ſchnell ein Glas Champagner hinab und griff nach der Feder. Eine halb brauchbare Anekdote fällt ihm ein, aus unſicherm Gewirr ringen ſich einzelne Geſtalten los, und eiſerne Nothwendigkeit, die ſtärkſte Triebfeder, hilft ihm ſie ord⸗ nen. Bald formt ſich eine kleine Erzählung daraus;

Wilhelm entſchließt ſich, dieſelbe niederzuſchreiben, und er beginnt:

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