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mervollen Nächte, die ich durchweint.— Das iſt nun alles vorbei! Ja, Guſtav, ich liebe Dich! Ich will mit Dir fliehen aus dieſer ſchrecklichen Schloßburg, und will ganz, ganz meiner Liebe gehören.
Sophie reichte dem Grafen ihre Hand; ſie ließ das ſüße Haupt auf ſeine Schulter ſinken. Königsmark ſchlang den Arm um ſie, zog ſie an ſich und preßte einen Kuß auf ihre Stirn. So vergingen Minuten in ſchweigender Seligkeit, doch dann ermannte ſich die Fürſtin und ſprach von ihrer Flucht. Geheimnißvoll ſollten alle Vorbereitungen getroffen werden; niemand am Hofe durfte eine Ahnung davon haben, und in ſtiller Nacht wollte ſie mit dem Fräulein von Molk und mit Königsmark Hannover verlaſſen. Schon dämmerte der Morgen herauf, als der Graf wieder in ſein Zimmer trat und ſich auf's Lager warf, wo ihn zwar kein Schlaf, aber der Traum einer ſeligen Zukunft umfing.
5.
Die Spione des Kurprinzen, welche Sophien ſtets umlauſchten, hatten den Plan zur Flucht erſpäht, und Königsmark gewann nur eben noch Zeit, dem ſichern Verderben zu entrinnen. Er floh nach Polen, und in der freudigen Gewißheit, daß er gerettet ſei, ertrug Sophie alle Schmähungen, die ihr Gemahl jetzt noch verdoppelte, faſt ohne einen Klagelaut. Mehrere Jahre ſpäter glaubte der Graf, das Andenken jenes Vorfalls würde durch die Wellen der Ereigniſſe verlöſcht ſein, welche fortdauernd über einen Hof hinbrauſen, und er kehrte nach Hannover zurück. Ein neuer Frühling erblühte in Sophiens Bruſt, als ſie den Geliebten wiederſah; die lange traurige Zwiſchenzeit
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