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gebung, denn in dem Hauſe des Buchbinders war es ſtill, hell und ſauber, wie in einem Kirchlein. Betrat man den kühlen Hausflur, ſo lag zur rechten Hand die Arbeitsſtube mit ihren Schränken und Preſſen, mit dem eigen aufge⸗ ſchichteten Vorrath von Pappen, mit den blanken Meſſing⸗ ſtempeln zum Vergolden und den Leim- und Kleiſtertiegeln. Nirgends ſah man Lederſtreifen oder Papierſchnitzel unor— dentlich umherliegen, ſondern das Alles wurde gleich ſorg⸗ ſam unter den großen Tiſch gefegt, und die Sonnenſtrahlen fielen angenehm durch grüne Leinwandrouleaur herein. Gegenüber befand ſich das Wohn⸗, Putz⸗ und Speiſezim⸗ mer der Familie Trappe, und hier blitzten Möbel und Scheiben, Gardinen und Tiſchdecken voll Reinlichkeit. Eine Hauptzierde des Gemaches war der blankpolirte Glas⸗ ſchrank, in dem die fertig gebundenen Bibeln und Bücher mit ihrer ſchimmernden Vergoldung ſtanden, und dazwiſchen waren hin und wieder buntgemalte Porzellantaſſen ange— bracht, in denen dunkelrothe, guterhaltene Aepfel lagen. Dies Zimmer war aber auch die Freude der Frau Trappe, eines kleinen, blonden Weibchens von etwa vier⸗ zig Jahren. Ihre Haube, ihre faltige Schürze zeigten ſich immer weiß, wie friſchgefallener Schnee, und ihr lächelndes, geſundes Antlitz konnte über nichts ſo mürriſch werden, als wenn Jemand Schmutzflecke in die gute Stube brachte. Sie ließ den ganzen Tag ſcheuern, putzen und waſchen, half ſelbſt dabei, und ihre Gardinen hinter den ſpiegelklaren Scheiben ſahen gewöhnlich ſauberer und zierlicher aus, als es bei manchen vornehm ſtolzen Nachbarsleuten der Fall war. Frau Trappe fand Wohlgefallen an dem neuen Ge⸗ ſellen, denn man merkte wohl, daß er ordentlicher Leute
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