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Heitere Novellen / von Eduard Boas
Entstehung
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Kind ſei. Er machte niemals Kleiſterflecke, und ehe er Mittags zu Tiſche kam, wuſch er ſich und zog den Sonn⸗ tagsrock an. Dafür begrüßte ihn aber auch ein recht freund⸗ liches: Guten Tag, Mosjöh Bims! Wollen Sie ſich nicht ſetzen? und er bekam ſtets ein braunes, ſaftiges Stückchen, wenn es Braten gab.

Es gefiel der Meiſterin ebenfalls, daß der Geſell ſich nicht ſo viel auf der Herberge umhertrieb, ſondern ſich beſſere Geſellſchaft ſuchte. Die Buchbinder haben nämlich ihre Herbergen und Handwerksgebräuche wie andere Innungen, aber Zebedäus wußte beinahe nichts davon. In Parchwitz wohnte nur ein einziger Buchbinder, und ſeit mehrern Menſchenaltern hatte ſich dieſes Fach in der Bims'ſchen Familie fortgeerbt. Die jungen Bimſe wanderten nicht, ſondern lernten das Handwerk bei ihrem Vater, und unter⸗ ſtützten ihn, bis er ihnen ſpäter die Buchbinderei übergab. Unſer Held war der Erſte ſeines Stammes, der den Reiſe⸗ ſtab ergriffen, weil ihn ein innerer poetiſcher Drang trieb, ſich außerhalb Parchwitz die Welt zu beſchauen. Sein Ein⸗ tritt in Seebrück, wo er bei den Maurern übernachtete, hatte ihm Abneigung gegen das Herbergsleben beigebracht, und er berührte jenes Haus, wo die Buchbinder einwander⸗ ten, mit keinem Fuße.

Dagegen führte ihn ſein Weg jeden Abend nach einer Gartentabagie, wo ſich eine ſehr anſtändige Geſellſchaft ver⸗ ſammelte, um Bier zu trinken und Kegel zu ſchieben. Bims ſchloß ſich namentlich an zwei Perſonen an, die dort zu den Stammgäſten gehörten. Der eine war Schreiber bei einem Advokaten, doch ließ er ſich von den Kellnerinnen„Herr Actuarius!“ tituliren, und der andere war ein Chirurgus