Druckschrift 
Heitere Novellen / von Eduard Boas
Entstehung
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Wachstaffethut wurde ſauber abgewiſcht und keck auf's Haupt gedruckt. Nun ſteckte Bims die ſaffianene Brief⸗ taſche ein, und ſchritt zuerſt nach der Polizei, dann aber that er ſich nach einem Meiſter um. Schon hatte er ver⸗ geblich an mehrere Thüren geklopft, als er in das Haus des Buchbinders Trappe eintrat. Dies ſtand, mit ſeiner niedrigen und ſchmalen Front, in einer breiten und belebten Straße, recht demüthig zwiſchen fünfſtöckigen ſtolzen Ge⸗ bäuden. Trappe hätte zwar ſeiner Wohnung auch noch etliche Stockwerke aufſetzen können, aber er leiſtete lieber auf den Miethzins Verzicht, und ließ das liebe Häuschen ganz ſo, wie er es von ſeinen Eltern ererbt hatte. Dem zugewanderten Geſellen gefiel es hier, und mit größerer Freundlichkeit, als ihm ſonſt eigen war, da er es vorzog, ſich ſtets einen gewiſſen verdrießlichen Ernſt zu bewahren, bat er den Meiſter um Arbeit.

— Ei nun! antwortete Trappe, indem er höflich ſein grünes Sammetkäppchen auf dem Haupte rückte. An Arbeit fehlt es, Gott ſei Dank! nicht, und mein Geſell hat ſich vor acht Tagen aus Unvorſichtigkeit ſo in die Hand geſchnitten, daß er jetzt im Lazareth liegen muß. Zeigen Sie mir doch einmal Ihre Papiere!

Bims holte die Brieftaſche heraus, gab Kundſchaft und Zeugniſſe dem Meiſter, und da dieſer darin nur Löbliches fand, ſo waren die Bedingungen bald geſchloſſen. Der Parchwitzer holte ſeine Felleiſen⸗Equipage aus der Her⸗ berge ab, bezahlte die kleine Zeche, und nach einer Stunde ſaß er bereits, mit blauer Leinwandſchürze angethan, an der Heftlade in Trappe's Werkſtätte.

Er mußte ſich wohl behaglich fühlen in der neuen Um⸗