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Heitere Novellen / von Eduard Boas
Entstehung
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Nun erſt reichten die Fremden und der Einheimiſche einander die Hände, bewillkommten ſich und nannten ein⸗ ander ihre Namen. Der Koblenzer ging, um ihren Ein⸗ tritt in den Handwerksſaal zu beantragen, und Balling ſprach mit dem Herbergsvater wegen des Buchbinders. Der gefällige Wirth, auf deſſen feiſtem Antlitz ein ganzes Bierkönigthum mit Rubinen, Granaten und Carneolen prangte, wogegen die weiße baumwollene Schlafmütze ſehr gut abſtach, war gern bereit, und wackelte hinaus, um ihn zu rufen. Er führte den Parchwitzer in ein Hinterſtüb⸗ chen, wo mehrere Streulager aufgeſchlagen waren, brachte ihm Abendeſſen und einen Trunk, und ließ ihn dann allein. Bims ſchätzte ſich glücklich, ein ſo gutes Quartier bekom⸗ men zu haben, er ſtillte ſeine Eßluſt, machte ſich's dann bequem, und ſtreckte ſich auf dem Lager aus. Allein, wie müde er auch ſein mochte, es kam kein Schlaf in ſeine Augen, denn das Kämmerchen ſtieß an den Handwerksſaal, und in dieſem tobte, ſchrie und rumorte man ohne Unter⸗ laß. Der Buchbinder konnte bei den dazwiſchen eintreten⸗ den Verhandlungen, während welcher der Lärm verſtummte, jedes Wort vernehmen, und da ihm alles neu war, ſo' lauſchte er aufmerkſam auf die ſeltſamen Reden und Ge⸗ bräuche.

Schon nach den wenigen kurzen Grüßen, die ich mitge⸗ theilt habe, werden meine Leſer ſich vorſtellen können, in welchen geſchraubten Phraſen unſere jungen Handwerker mit einander verkehren. Aber das iſt nur eine leiſe Andeu⸗ tung, denn müßte ich nicht befürchten, daß es zu ſehr ermü⸗ den würde, ſo wollte ich ihre langen, ernſthaften Geſpräche

hier wiedergeben, wie ſie, aus lauter wohlſtudirten Floskeln