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Heitere Novellen / von Eduard Boas
Entstehung
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Die Frau ging nun zurück; bald kam ein Geſell auf den Flur heraus, und die drei Maurer begrüßten ſich da⸗ durch, daß ſie mit der rechten Hand an die Hüte griffen. Am linken Handgelenk der Ankömmlinge ſchwebten vor⸗ ſchriftsmäßig die Stöcke, und ſie trugen ihr Gepäck noch auf dem Rücken. Balling ſprach zu dem Kameraden:

Sind Sie ein ehrbarer Maurergeſell, der hier in Arbeit ſteht?

Ja! ſagte der Einheimiſche, und in demſelben Mo⸗ ment flogen die Felleiſen der Fremden bis in die Ellen⸗ bogen hinab.

Wir hätten Sie gerne auf ein paar Worte allein geſprochen, fuhr Balling fort. Der Geſell entgegnete: Kann recht gerne geſchehn, Geſellſchaft! worauf er mit dem Regensburger bei Seite trat, und dieſer ſeinen Hand⸗ werksgruß begann:

Alſo mit Gunſt und Erlaubniß, Geſellſchaft! Ich habe einen freundlichen Gruß abzuſtatten von einem ehr⸗ baren und hochlöblichen Handwerk aus der Reichs⸗, Kauf⸗ und Handelsſtadt Nürnberg, von den ehrbaren Alt- und Ladenmeiſtern, ſämmtlichen Mitmeiſtern, ehrbaren Altgeſellen, einheimiſchen und fremden Geſellen, wie ich ſie dort ver⸗ laſſen habe und allhier in der Stadt Seebrück antreffe, an die ehrbaren Alt⸗ und Ladenmeiſter, ſämmtliche Mitmeiſter, ehrbare Altgeſellen, einheimiſche und fremde Geſellen, wie ich ſie hier antreffe, nach Zunft und Ehrbarkeit, nach Handwerksgebrauch und Gewohnheit, alſo mit Gunſt.

In gleicher ſchwerfälliger Weiſe dankte der Geſell, an den dieſer Spruch gerichtet war, und dann wiederholte der Chemnitzer die Formalität. Nachdem die Reiſenden nun