Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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Fremden um den Arm, legte ihm die Sichel auf die Schulter und ſprach: Den Weg bin ich gegangen, Den Herrn hab ich gefangen, Das Brod wird ſich geſegnen, Der Herr wird ſich auslöſen.

Wenn du mich in's Weiſch fangſt, kriegſt du auch was, ſagte Gottfried in ungewohnter Leutſeligkeit. Als ihm nun Erd⸗ muthe die Hand auf die Schulter legte, bebte er zuſammen. Spürte er vielleicht die Blutsverwandtſchaft? Er war wenigſtens ſo ver⸗ wirrt, daß er dem Theilungscommiſſär denn dieß war der fremde Herr nur ordnungsloſe Auskunft geben konnte über die Art wie der Zerſtückelung der Güter ein Ende gemacht und durch Tauſch u. ſ. w. wieder abgerundete Ackerflächen zuſammen gelegt werden ſollten.

Auf den Abend war die Sichelhenkete anberaumt und Gott⸗ fried ſagte dem Bläſi, daß er die fremden Taglöhner ablohnen und fortſchicken wolle. Bläſi widerſprach und ſagte, daß man die Lichtenhardter noch behalten müſſe.

Haſt denn was mit dem Mädle? fragte der Vater.

Ich geb Euch mein heilig Wort, ich hab nichts mit des Traudle's Tochter, erwiederte Bläſi und der Vater willfahrte ihm gern, er hatte ja Freude genug, daß ſein verdüſterter Sohn ihm ſo heiter und friſch wieder erſtanden war.