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bricht ſie Dominik und geht davon, denn er hörte wie die Stu⸗ benthür ſich öffnet. Die Bäuerin ruft Ameile in die Stube.
Bald kommt Ameile wieder, nimmt die kupferne Gelte und geht damit zum Brunnen. Die Nacht iſt ſtille und ſternlos, am Himmel jagen ſich die Wolken, aus den Ställen vernimmt man das Kettenraſſeln der Pferde, das Brummen der Kühe und Och⸗ ſen, ein lautes Zwiegeſpräch zwiſchen Knechten oder fremden Tag⸗ löhnern, das oft von Lachen unterbrochen wird, und der Kühbub ſtimmt jetzt auf ſeinem Lager ein einſames Lied an.
Die Gelte iſt ſchon lange bis über den Rand gefüllt und lauft über, aber noch ſteht Ameile mit auf der Bruſt über einan⸗ der geſchlagenen Armen träumend davor. Ein plötzlicher Wind⸗ ſtoß macht den Hollunderbuſch rauſchen und ſich beugen, der Brunnenſtrahl wird ſeitwärts gebogen und Tropfen davon ge⸗ riſſen, die Ameile ins Geſicht ſpritzen, ſie wiſcht mit der einen Hand die Tropfen ab und ſteht wieder ſtill. Jetzt vernimmt man ein Geräuſch in der Stallkammer, Ameile ruft den Küh⸗ buben um ihr aufzuhelfen, aber ſtatt des Gerufenen kommt Do⸗ minik.
„Holſt noch Waſſer?“ ſagt dieſer die Gelte Ameile aufs Haupt hebend und ſie erwiedert:
„Ja, und weil du da biſt, grüß' mir dein' Mutter und ſag' ihr, ich ſchick ihr mit Nächſtem was.“
„Dank, weiß nicht ob ich mein' Mutter ſeh.“
„Ja und wegen dem Ehrenpreis muß ich dir noch einmal ſagen, du mußt dich mit freuen, du verſündigſt dich, wenn du's nicht thuſt. Ich freu mich auch mit. Es iſt ja auch eine Ehre für uns, daß du ſo lang bei uns biſt, und ſei nur recht ſtolz.“
„Freilich, freilich“, erwiedert Dominik„gut Nacht.“
Ameile geht nach dem Hauſe, aber ſchon auf halbem Wege begegnet ihr die Mutter, die nach Dominik ruft und als dieſer bei ihr ſteht ihm ſagt:
„Du mußt morgen in Reichenbach anhalten und ſchauen was mein Alban macht. Wir haben ſeit der Heuet nichts von ihm gehört. Des Ragelſchmieds Vreni ſoll jetzt auch in Reichen⸗


