Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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blicke eine Verſtändigung und ein Religionsfriede, der der ganzen Welt zu wünſchen wäre.

Am Mittag nahm Broſi alle ſeine Kinder mit nach der Gipsmühle. Er ſtand einmal am Wege und ließ Kinder und Enkel an ſich vorbeiziehen, um zu überſchauen, wie reich ſich ſein Leben ausgezweigt hatte. Wie oft war er dieſen Weg einſam gewandert. Auf den Wunſch Agy's wurden helle Lieder angeſtimmt, die im Walde wiederhallten. Noch fühlte Broſi eine leiſe Bedrückung von dem überwundenen Schmerze, den er heute empfunden, und auch laut nun das Letzte abſchließend, ſagte er:

Es iſt doch nur Ein Gott, der die Sonne ſcheinen und die Bäume wachſen läßt, und er weiß doch wie es gemeint iſt, ob man ſo oder ſo zu ihm betet.

Er ſang dann ſo laut mit, daß ſeine Stimme Alle übertönte.

Severin ſah allein bis auf den Grund der mäch⸗ tigen Bewegung, die in ſeinem Vater vorgegangen war; er freute ſich deſſen, aber ihm ſolches kund zu geben, fand er die rechten Worte nicht und hielt es ſchließlich auch nicht für nöthig.

Der Gipsmüller, der krank in einem großen Arm⸗ ſeſſel ſaß, freute ſich hoch über die Ankömmlinge. Severin und Agy mußten ſich zu ihm ſetzen, daß er ſie genau ſehe, denn er litt auch an ſchwachen Augen.

Beim Gipsmüller traf man zufälligdie geſchickte Wittwe, die ſich Franz ſchon längſt gewünſcht, die ihm aber einen förmlichen Korb gegeben hatte. War es das eifrige Zureden des Gipsmüllers, oder war