Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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Kommet in Gottes Namen. So gehen wir allein. Oder haſt du auch deinen Glauben abthan?

Nein, ſagte Severin und ging mit dem Vater, der nach der Söhnerin, die er ſo ſehr geliebt hatte, nicht mehr umſchaute.

In das ſeligſte Glück riß die Spaltung über Glaubensmeinungen, die der ganzen Menſchheit ſchon ſo viel Unheil bereitet, einen tiefen Riß.

Broſi, der allen Menſchen triumphirend in's Auge hatte ſehen wollen, ging mit niedergeſchlagenem Blicke nach der Kirche.Nicht katholiſch und nicht einmal reich, ſprach es in ihm und er zuckte zuſammen.

In der Kirche ſang er wiederum laut mit, als müßte er ſeinen eigenen Glauben doppelt feſthalten und verkünden, dann ſaß er ſtill niederſchauend und drückte manchmal mit der Hand feſt die Augen zu.

Er mußte aber doch eine Beruhigung gefunden haben, denn als er neben dem nachdenklichen Severin aus der Kirche ging, ſagte er:

Das haſt nicht recht gemacht, du hätteſt nicht über den Sonntag bei uns bleiben ſollen. Es hätten's nicht alle Leute wiſſen brauchen.

Als er heim kam, ſah er Agy aus einem ſchwarz eingebundenen Buche leſen, er ſchaute hinein und er⸗ blickte ſchöne heilige Bilder. Agh las nur noch wenige Zeilen, dann ſtand ſie auf und machte eine Verbeugung. Broſi reichte ihr die Hand und fühlte den warmen Druck von der Hand ſeiner Söhnerin, ſeine Finger waren kalt und ſie erwärmten ſich.

In dieſer ſtillen Handreichung lag in dieſem Augen⸗