Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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Thiere gut. Der Severin muß doch das Herz auf dem rechten Fleck haben, daß er ſo ein Frauele genom⸗ men hat.

Als ſie ihm zuletzt noch den Rock auszog und theils mit Worten theils mit Zeichen ihm ſagte, es ſei viel ſchöner, wenn er in Hemdermeln ſei und er brauche ſich vor ihr nicht einen Zwang anthun, da rief Broſi:

Moni, wenn du nicht mit mir goldene Hochzeit machſt, da geh ich nach England und hol mir auch ſo eine. Er ſprang in die Höhe und ſeine Hand, die ſich wie Tannenrinde anfühlte, faßte die Hand der jungen Frau, und mit großer Beſchwerde erklärte er ihr, daß ſie auf ſeine goldene Hochzeit kommen und mit ihm tanzen müſſe. Die junge Frau, die von dieſer bevorſtehenden Feier ſchon wußte, ahmte als Bekundung ihres Verſtändniſſes den Geiſtlichen und den Bräutigam und die Braut und die Muſikanten nach. Broſi ſchnupfte nochmal ſo viel vor Freude, aber putzte ſich die Hand ſchnell ab und faßte immer wieder die Hand ſeiner Söhnerin und ſagte immer zu den Umſtehenden:

Das Händle iſt wie lauter Seide und Baumwoll', o wie muß das einen ſtreicheln, er führte ſich die Hand über ſeine Backen und machte die Geberden des höchſten Entzückens.

Am Abend konnte der Broſi ſeinem Severin gar nicht genug erzählen, welch eine liebe Frau er habe und er ſchaute den Sohn viel freundlicher an. In ihrem Hauſe ſang Broſi für ſeine Söhnerin, die um einen Sang gebeten hatte, mit ſeiner Frau, dem Rösle,