und bediente die Eltern mit Kilians Frau, den Bruder und die Schwägerin. Severin hatte ſich bald entfernt, da er einen Bauriß zu vollenden habe und beſtimmte ſeine Frau, nur unter den Angehörigen zu verbleiben. Er verrechnete ſich nicht. Agnes wagte es, wenn Severin nicht dabei war, ihr weniges Deutſch zum Beſten zu geben und lernte noch manches dazu von den Eltern und der Schwägerin, und die Art, wie ſie das bereits Gekannte ausſprach und das Neuerlernte nachbuchſtabirte, und dabei ſo treuherzig vertrauend lächelte und Alles nachmachte, erregte große Heiterkeit und oft lautes Lachen. Mit Beihülfe vieler Panto⸗ mimen erklärte ihr Broſi, ſie ſei ihm wie ein kleines liebes Kind, das erſt ſprechen lerne, und das ſei ja die ſchönſte Zeit der Kinder, das ſei die Zeit der Apfelblüthe. Das Letzte verſtand die junge Frau nicht, aber das erſte begriff ſie und mit einer das tiefſte Herz anſprechenden Innigkeit ahmte ſie nun die Weiſe eines kleinen Kindes nach, ſo daß Broſi oft mit beiden Händen auf die Lederhoſen ſchlug und hoch betheuerte: „Sie iſt mir tauſendmal lieber als der Severin, das iſt ja was herziges, er iſt ſie gar nicht werth.“ Die Hühner Rösle's waren auch zu Gaſte in die Stube gekommen, man wollte ſie ſchnell hinaus ſcheu⸗ chen, aber Agy verſtand ihre Bitte deutlich zu machen, daß man ſie da ließe, ihren Zuſatz, daß dieſes Gemein⸗ leben der Menſchen mit den Thieren ſie freue, begriffen die Hörer nicht, aber Broſi hatte eine Ahnung davon, denn er ſagte: „Sie hat ein gutes Herz, ſie iſt auch gegen die
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