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hahnwirths. In langen Kleidern und am Sonntag mit dem aufgeſpannten Sonnendach ging das Mädchen oft im Dorfe umher mit dem ſtolzen Selbſtgefühle einer für dieſe Umgebung zu hoch gebildeten Seele. Der Gevatter Auerhahnwirth hatte ſeinen Pathen gefragt, ob ſeine Frau franzöſiſch kenne und mit der bejahenden Antwort eilte er zu ſeinem Töchterchen und befahl ihm, ſich an die Engländerin anzuſchließen und dem Dorfe zu zeigen was ſie könne. Das Madchen mochte endlich weinend geſtehen, daß es ja noch gar keine Uebung habe, der Vater ließ nicht ab und ſagte immer,„dann üb' dich, jetzt haſt die beſte Gelegenheit dazu. Du muft, üb' dich jetzt.“ Zur Verlegenheit Aller zeigte ſich aber, daß das Mädchen weder ein Wort franzöſiſch verſtand noch ſprechen konnte; der Revierförſter fluchte über den Lehrer von Endringen, dem man noch jedesmal wenn er Stunde gab ein Glas Wein einſchenkte, aber das half nichts mehr und Broſi war nicht wenig ſtolz, als er eines ungeahnten Reichthums inne wurde, er kannte vom Elſaß her einige franzöſiſche Brocken und ſeine Söhnerin klatſchte darüber vor Freude in die Hände.
Am Nachmittage war große Gaſterei bei der Schweſter Rösle, es wurde ſehr ſatziger Kaffee aus kleinen Taſſen getrunken und dazu„Sträuble“*) gegeſſen, das Rösle, das von der Hitze und der Bereitung des Schmalzgebäckes glänzte, ließ ſich nicht bewegen, mit an den Tiſch zu ſeinen Gäſten zu ſitzen, es lief mit ſeiner älteſten Tochter immer ab und zu
*) Auch Spritzkrapfen genannt. Spritz 9


