Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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Achtzehntes Kapitel.

Severin hatte nie die kleinen gemüthlichen An⸗ hänglichkeiten an die Menſchen und Umgebungen ſeiner Heimath in ſich empfunden, er zeigte andern Morgens ſeiner Frau die Bömleswieſe und den Buſch, woraus er ſich den Stechpalmenſtock geſchnitten und gab den Begegnenden nur kurze Antworten. Die junge Frau entwarf ſich ſchnell eine Skizze von dem Waldgrunde bei der Bömleswieſe und nahm ſich vor, dieſelbe in den kommenden Tagen weiter auszuführen.

Wenn Severin mit ſeiner Frau durch das Dorf ging, liefen oft viele Kinder hinter ihm drein, andere ſtellten ſich in Haufen zuſammen und wenn die beiden vorüber waren riefen ſie kecklich: Grüß Gott! Andere bildeten eine Kette, faßten ſich an der Hand und rannten ihnen vorauf mit jener eigenen barfüßigen Behendigkeit und warteten immer bis ſie in ihrer Nähe waren, um ſolches zu wiederholen. Agy wehrte ihrem Manne ab, der dieſe kindiſche Freudenbezeigung nicht dulden wollte.

Ein Zwiſchenfall, der ſelbſt den Severin lächeln machte, ereignete ſich mit dem Töchterlein des Auer⸗