Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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18 der wünſchte wohl nicht, wie er, mit Wagen und Pferd in den Stuben umherzufahren, wie weit zurück lag ihm jetzt die Zeit, wo auch er ſo ſtolz ſein konnte, ſtatt daß er jetzt, um ſich nicht zu verrathen, ſtolz thun mußte.

Haſt kein Fuhrwerk bei dir? fragte Diethelm, worauf der Steinbauer erwiderte:

Nein, ich bin noch gut zuweg, mit dem Fahren hat's Zeit bis ich alt bin.

Im Kaufhauſe ſah Diethelm, daß die verpflichteten Wollſetzer ſeine Schepper(Vließe) gut aufgeſetzt hatten, ſie ſtanden an guter Stelle, nicht zu hell und nicht zu dunkel, ſeine ſpaniſche und ſeine Baſtardwolle durfte ſich ſehen laſſen. Sein nächſter Nachbar war der Steinbauer, der ſich darüber beklagte, daß er einen ſchlechten Platz habe, gerade neben der Feuerſpritze und dem großen Waſſerfaſſe, die unter der Treppe ſtanden. Diethelm ſtand mit übereinandergeſchlagenen Armen ruhig neben ſeiner Lammwolle, als haſtigen Schrittes der Reppenberger kam. Alles Blut ſchoß Diethelm zu Kopfe, indem er gedachte, daß er vielleicht einſt auch als Unterhändler hier ſich tummeln, ſich ab⸗ weiſen und anfahren laſſen müſſe, während Alles jetzt ſeine Nähe ſuchte und um ſeine Freundſchaft buhlte. Diethelm war entſchloſſen, mindeſtens vom Steinbauern noch die Wolle einzukaufen. Zwar hatte er die Bürg⸗ ſchaft des Schwagers zu leichtfertig verſprochen, aber der Steinbauer muß ihm vor der Hand glauben, und dann will er noch heute all das Mitgebrachte und das Erkaufte in der Stille verſilbern, es ſind dann drei Monate Zeit gewonnen, es gilt Luck auf und