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Schaar Begeiſterter hatte ſich um den Lehrer gebildet, die ihm in Allem beiſtand, wozu beſonders Mathes und Thaddä gehörten. Es war dem Thaddä nur leid, daß er nicht eine recht ſchwere Arbeit für den Lehrer thun konnte, er wäre gern für ihn in's Feuer gelaufen.— Dagegen hatte der Verein auch zwei heftige Feinde an dem Adler⸗ wirth und dem Studentle. Jener ſah ſeine Wirthſchaft beeinträchtigt und ſchimpfte ſehr auf den Lehrer, der, ſeitdem er Bräutigam geworden, auch nicht mehr bei ihm, ſondern bei ſeinem Schwiegervater in Koſt war; der Studentle aber witterte in Allem Frömmelei, er ſagte offen: ſein Schwager ſei ein Betbruder, er wolle die Leute nur kirren, man werde ſchon ſehen, wo das hinausgehe.
Gleichwie oft eine Staatsregierung die Demagogen zu Beamten macht und ſo für ſich gewinnt, ſo machte der Lehrer den Studentle zum abwechſelnden Vorleſer. Nun, da er eine Rolle ſpielte, die ſeinem Stolze ſchmei⸗ chelte, ward er zum eifrigſten Anhänger des Vereins.
So lernte der Lehrer nach und nach die Menſchen ver⸗ ſtehen und lenken.
Den alten Lehrer und den jüdiſchen Lehrer ſuchte unſer Freund ebenfalls für den Verein zu gewinnen, Erſterer aber war nicht dazu geneigt, um ſo eifriger und ſelbſt⸗ thätiger aber der Letztere. Auch mehrere Juden, die als Ackerbautreibende und Handwerker ſtets zu Hauſe waren, nahmen lebhaften Antheil.
Die Auswahl der Bücher war ſchwierig. Unſer Freund merkte bald, daß das Belehrende oder unmittelbar ſittliche Zwecke Verfolgende nicht ausſchließlich vorherrſchen dürfe. Ohne daher die Sache zur bloßen Unterhaltung zu ernie⸗ drigen, wurden Abſchnitte aus der Limpurger Chronik, Gedichte von Gleim, das Leben Schubart's, Moſer's, Franklin's ꝛc. vorgeleſen. Beſonders viel Freude machte auch die Geſchichte von Paul und Virginie und Wallen⸗ ſtein's Lager, dem einige Abſchnitte aus dem Simpli⸗ ziſſimus beigefügt wurden. Am meiſten aber horchte Alles auf, als der Lehrer, der Studentle und der jüdiſche Lehrer


