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„Ich mein', man ſtreicht das Geſetz vom Rauchen ganz weg.“
„Ja, ja,“ erſcholl es allgemein, wie aus Einem Munde. Der Buchmaier aber fuhr fort:
„Wer alſo das Rauchen nicht laſſen kann, der ſoll in Gott's Namen rauchen; es wird aber dem Lehrer ſchwer werden, in dem Dampf zu leſen, und wenn er eben auf⸗ hoͤren muß, ſo hört er auf, es kann's ihm Keiner verübeln. Aber das wollen wir doch feſtſtellen: wer zu rauchen an⸗ gefangen hat und die Pfeif' geht ihm aus, der darf ſie nimmehr anzünden, bis das Leſen aus iſt, er kann dieweil ſchlafen, wenn er die Augen nicht aufhalten kann, aber ſchnarchen darf Keiner.“
Ein ſchallendes Gelächter entſtand, nach welchem der Buchmaier fortfuhr:
„Vom Rauchen thun wir alſo gar kein Wörtle in's Geſetz, und auch das wollen wir nur ſo mündlich aus⸗ machen: wenn das Leſen vorbei iſt, ſoll einem Jeden ein beſonder Licht aufgehen, er ſoll ſich mit einem Papierle ſein' Pfeif' anſtecken. Iſt's ſo recht oder nicht?“
ſo iſt recht.
„Und wer ſchwätzen will, muß die Pfeif' rausthun,“ rief eine Stimme, man wußte nicht, von wem ſie kam; der beſcheidene Redner hat ſich bis heute nicht entdeckt.
Eine fernere Beſchlußnahme machte noch viel Hin⸗ und Herredens, nämlich über den Ort der Zuſammen⸗ kunft. Da faſt ſämmtliche Gemeinderäthe anweſend waren, wurde das große Vorzimmer im Rathhauſe dazu beſtimmt, denn der Lehrer hatte aus richtigem Takte gegen die Er⸗ wählung des Schulzimmers Einſprache gethan.
Auf den Vorſchlag Hansjörg's wurde feſtgeſetzt: daß Jeder, der wolle, ſeinen Schoppen Bier vor ſich haben dürfe, aber nicht mehr. Dieſer Vorſchlag gewann dem Hansjörg ſo viel Gunſt, daß er nebſt Kilian und Mathes in den Ausſchuß des Leſevereins gewählt wurde.
Noch gar viele Schwierigkeiten waren zu überwinden, bis der Verein im regelmäßigen Gange war, aber eine


