Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1848)
Entstehung
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wir nehmen den Sepple mit, der muß den Geometer

ſpielen. Komm, wir zahlen dir eine Halbe(Maas) Bier.

Moin paroula goin, antwortete der Sepple, was

ſo viel hieß als ich will's thun; ſeine Worte waren über⸗

haupt nur das Zufällige, er antwortete dabei auf Alles mit Winken oder auch mit grinſendem Lachen.

Der Sepple war eigentlich kein ganzer Simpel, ſondern

nur ein halber, aber dieſes Halbe wurde von allen luſtigen Leuten im Dorfe zum Ganzen ausgebildet.

Wenn Einer auf dem Dorfe ein Häkchen hat, ſo kann man ſicher ſein, daß es zum Sparren ausgeſchmiedet wird; ſo ging's auch beim Sepple Er ließ ſich das gerne gefal⸗ len, denn es warf immer einen guten Trunk ab.

Man wußte nicht recht, woher beim Sepple der Gedanke gekommen war, daß er alle lebenden Sprachen verſtünde. Einige behaupteten, weil er ſo lange Kindsmagd geweſen und mit den kleinen Kindern in der Allerweltſprache geplau⸗ dert habe, habe er etwas davon übrig behalten; die Wahr⸗ heit zu geſtehen, kümmerte ſich Niemand um den Grund dieſer Sonderbarkeit, genug, man mochte den Sepple anre⸗ den wie män wollte, in einer wirklichen oder gemachten Sprache, er gab immer friſchweg Antwort; dabei verrichtete er aber das Feldgeſchäft ſo gut wie ein Anderer, verſtand er auch nicht die Sprache der Thiere, ſo verſtanden die Thiere ſeine Sprache und folgten ihm willig. In der Kirche war Sepple der Einzige, der zu den lateiniſchen Worten der Meſſe nickte, als ob ihm das Alles ganz ſonnenklar wäre.

Dieſes vierte Mitglied hatte unſere ſonſt ſo ſtreng ge⸗ ſchloſſene Dreibubengeſellſchaft für heute Abend aufgenommen.

Bon soir, ſagte Florian, als er mit den Andern in die Wirthsſtube trat, Alles grüßte ihn freundlich, beſchaute ihn um und um und Einer nickte dem Andern zu, mit einem Blicke, der vollauf ſagte:es iſt doch ein Staatsmenſch, der Florian; ja, wer nicht naus kommt, kommt nicht heim.

Einer, der auf der Ofenbank ſaß, ſagte zu ſeinem