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„Ja, geh' nein, mein' Mutter wird dir geben.“
„Ich verher' dir dein Supp' nicht, wenn ich ein bisle bei dir bleib',“ ſagte er laut, ganz leiſe aber ſetzte er hinzu: „der Florian iſt da, komm' nachher ein bisle'naus, du wirſt uns ſchon hören.“
Ohne die Antwort abzuwarten ging er hinein in die Stube, als er wieder herauskam, war Creszenz nicht mehr in der Küche.
Später hörte man vor dem Hauſe des rothen Schneider⸗ le's ſingen und pfeifen und lachen, es waren die drei Ka⸗ meraden, deren ſeit drei Jahren fehlende Stimme, nämlich die des Florian, jetzt um ſo eindringlicher erſcholl; ſie blie⸗ ben lange, es wollte aber nichts fruchten, da ſchrie der Peter zum Fenſter hinauf:
„Creszenz, da lauft ein' Gans'rum, iſt die nicht dein?“
Der Studentle ſtand hinter der Reisbeige und quackte wie eine Gans.
Das Fenſter öffnete ſich, aber nicht Creszenz, ſondern die Schneiderin ſah heraus und ſagte:
„Treibet eure Späß' vor einem andern Haus.“
Mit ſchallendem Gelächter ging der Studentle wieder auf die Straße.
Drinnen im Hauſe aber ſaß die Creszenz bei dem Geometer und gab auf alle ſeine freundlichen Reden nur halbe Antworten; endlich ſagte ſie, ſie ſei unwohl und ging zu Bette.
Als die Burſchen auf der Straße lange vergebens geharrt hatten, gingen ſie nach dem Wirthshauſe. Auf dem Wege begegnete ihnen Sepple, der Franzoſenſimpel. Der Studentle faßte ihn an der Bruſt und rief:
„Qui vive, la bourse ou la vie!
Der Angegriffene antwortete unerſchrocken:
„Paridadoin mullien,“ was in der Sprache des Sepple ſo viel hieß als:„was willſt du?“
„Das gibt einen Hauptſpaß,“ jubelte der Studentle,


