Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1848)
Entstehung
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kleidet; ſie fuhr ſich vergnügt mit der Hand über den Mund und ſagte dann weiter:wechſel's ihr nur, Creszenz, man weiß wohl, in eurem Haus wird Alles gleich baar ausbe⸗ zahlt. Sie machte eine leicht verſtändliche Handbewegung.

Gelt, dir pfupfert's, weil man dir nichts borgt, er⸗ wiederte die Bedrängte,du haſt's gut angefangen, Dorle, der da die Zung' zu heben.

Was brauchſt denn aber auch gleich mit dem Dorle ſo zu balgen? ſagte des Melchiors Lenorle,es hat's ja nicht ſo bös gemeint, man darf ja auch einen Spaß machen.

Iſt denn der Florian im Ernſt kommen? fragte Creszenz leiſe.

G'wiß! rief die Leichkäther laut;gib nur Acht, du Hanfkrott, du wirſt deinen Kopf nimmehr ſo hoch tragen wie ein Schlittengaul; der Florian wird deinem Gevmeter ſchon das Land vermeſſen.

Der Soges erſchien, ein zweiter Moſes, der den Töch⸗ tern Jethro's den Brunnen öffnete; er ſchien aber um keine zu freien, denn er war nicht beſonders freundlich.

Gib der Creszenz den Rahm vom Waſſer, die muß heut' noch ihrem Geometer ſeinen ſteifen Kragen waſchen, ſchrie die Käther.

Laß ſie ſchwätzen, ſagte das Lenorle,man kann ihr nicht weher thun, als wenn man ſie allein belfern läßt; ſie macht's grad wie die Hund', die bellen Einen an, und wenn man ſeines Weges fortgeht und nichts mit ihnen macht, kehren ſie wieder heim und bellen einen Andern an, der vorbei geht. Narr, die möcht' gern ein Jedes ſo ſchlecht machen, wie ſie iſt; aber vor dem Florian mußt dich jetzt in Acht nehmen, ſonſt gibt's böſe Sachen.

Ja, ſagte ein anderes Mädchen,er hat viel Geld heimbracht und hat ſeinem Vater gleich eine goldene Karlin geben. Das Geld wird ſich umguckt haben, wie es da in der Stube geweſen iſt. Der Alt' iſt ja ſo arm, daß die Mäuſ' von ihm verlaufen ſind.