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„Wahrlich, ich beginne wieder an Begeiſterung zu glauben; ich muß es wohl, wenn ich nicht annehmen will, daß ſich in dieſen beredten Ergüſſen nur der heiße Wunſch nach Tantièmen und Lorbeerkränzen ausſpricht.“
„Sie thun unrecht zu ſpotten!“ verwies Ulrich dem Grafen leiſe, doch ernſt.„An was glauben Sie ſonſt? Hieran nicht und nicht ans Gegentheil?“
„Warum nicht an das Nichts? Kommen Sie, es ſoll leben!“
„Ein lebendes Nichts?— Das iſt die Vernich⸗ tung.“ Ulrich ſtieß an, aber das Lachen ſtörte den harmoniſchen Gläſerklang, es ſcholl hart und heiſer.
„Hören Sie, Seibold“, ſagte Edgar,„ich habe meine Bedenken; der Stoff iſt doch zu groß.“
„Sie haben ja den Text ſelbſt gedichtet.“
„Ei, man wandelt ſich“, fiel der Graf ſpöt— tiſch ein.
„Es iſt keine Schande, zu geſtehen, daß man zu beſſerer Erkenntniß gekommen“, wehrte ſich Edgar.
„Wie? Wollen Sie die ſo ſcharf ausgeſprochenen Grundſätze verleugnen?“ fragte Seibold entrüſtet. „Zittern Sie vor dem Auffliegen der Mine, die Sie ſelbſt legen geholfen? Wollen Sie bereuen, beſchönigen,


