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zu ſprechen, doch verſagte die Zunge den Dienſt, er vermochte nur die Finger der Hand zu öffnen, zu ſchließen und abermals zu öffnen.
„Zehn Tropfen“ ſollte das wohl heißen und Ul⸗ rich zählte ſie achtſam in das Glas Waſſer, auf welches der Kranke gedeutet hatte. Derſelbe hatte kaum einen Schluck gethan, als er ſich ſchon ſichtlich erholte; er trank nun raſch den Reſt aus und es waren noch nicht anderthalb Minuten vergangen, als er wieder zu ſprechen im Stande war.
„Das Flacon!“ ſagte er.
Ulrich ſchraubte die Goldkapſel wieder auf dem Fläſchchen feſt, dem ein eigenthümlicher Geruch wie von bitteren Mandeln entſtrömt war, und gab es dem Grafen zurück, der es in die Taſche zurückgleiten ließ.
„Soll ich Sie hinabführen? Einen Wagen holen laſſen? Bedürfen Sie keiner andern Hülfe?“
„Nur keinen Eclat!“ wehrte der Graf. Er ver⸗ ſuchte zu lächeln.„Ein kleiner Anfall. Einzig, weil wir ſo lange nicht zur Cigarre kamen; ich bin ſo große Entbehrungen nicht gewohnt. Kommen Sie, wir wollen das Verſäumniß einbringen.“ Mit einer Kraftanſtrengung, deren Ulrich den ſeltſam bleich ge⸗ wordenen Mann nicht fähig gehalten hätte, erhob ſich derſelbe.„Wenn Sie mir einen Dienſt erweiſen wol⸗
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