Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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Warum nennen Sie ihn immer ſo? ſagte ſie. Ich will nicht, daß er ein Geldmenſch werde wie Sie brach ab und ſetzte raſch hinzu:Er ſoll ein Künſtler werden!

Oder ein Dichter, wie ſein Oheim, lachte der Graf ſo laut auf, daß auch Hermine und Edgar auf merkſam wurden.Ein Dichter dem ſtehen auch alle Ausſichten offen; ſehen Sie nur, wie der Doc⸗ tor ſich das zu Nutze zu machen und wie geſchickt er ſeinen Obſervationspoſten zu wählen weiß. Fürwahr, man begreift da die tiefen Einblicke in die Menſchen bruſt, die nur dem Seherauge des Genies vergönnt ſind.

Eine kleine böſe Falte zeichnete ſich bei dieſen rückſichtslos ſarkaſtiſchen Worten zwiſchen den Brauen der Schauſpielerin; ſie zog, als wenn es ſie fröſtle, einen leichten Flor höher um ihre Schultern, lehnte ſich in ihrem Sitze zurück und hob ſpielend den aus⸗ gebreiteten Fächer ſo, daß er ohne allen Anſchein der Abſichtlichkeit Bruſt und Hals deckte.

Edgar hatte ſich übrigens lachend aufgerichtet.

Sie vergeſſen, lieber Graf, ſagte er,daß der Dichter meiſt auf das innere Schauen angewieſen iſt, auf die Intuition, die ihm beim Enträthſeln zu Hülfe kommt. Darin ſind Bildhauer und Maler zu benei⸗