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chen Zucker, das ſie zuvor in Kaffee getaucht, naſchen ließ und dabei dem leiſen Geplauder Edgar's lauſchte, der ſich über die Lehne ihres Fauteuils vorneigte und dabei ſeine Blicke mit unverhohlenem Wohlgefallen auf die entblößten Reize ſeiner Zuhörerin heftete.
Da ſich der Commerzienrath Ulrich's bemächtigte, hatte auch Graf Riſoll den Platz gefunden, der ihm behagte, er ſtand am Kamin Frieda gegenüber, wärmte ſich die Rückſeite des Körpers und ſchlürfte langſam ſeinen Kaffee, indeß er zwiſchenhinein ſchon das zweite Glas Liqueur geleert.
„Dieſe Chartreuſe iſt nicht übel“, ſagte er, ein drittes von der Silberplatte langend, mit welcher der Diener eben wieder an ihm vorüberkam.„Ich habe ſie an Ort und Stelle kaum beſſer getrunken, aber die wilde Gegend bei Grenoble ſtimmt paſſender zu dem etwas rauhen Decoct als hier der gemüthlich beleuch— tete Salon après diner. Wir müſſen uns in eine mildere Stimmung hinüberleiten und dazu taugt die ſanfte Aniſette. Komm', mein kleiner Banquier, Du ſollſt auch davon nippen.“
Die Mutter drückte den Knaben feſter an ſich, der gar nicht übel Luſt zu haben ſchien, der Einladung zu folgen. Sie warf dem Verſucher einen bittenden und zugleich verweiſenden Blick zu.


