Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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Etwa die zu ſchwer vergoldete Stuecatur des Pla⸗ fonds abgerechnet, konnte man der Einrichtung dieſes Gemaches nicht den Vorwurf des Ueberladenen machen, ſo koſtſpielig dieſelbe auch durch das geſchnitzte einge⸗ legte Holzwerk, die rothen Damaſtüberzüge und Tape⸗ ten, die deckenhohen Spiegel, Gemälde, Marmorvaſen und ſonſtige hier und dort angebrachte Spielereien ſein mochte. Es war allerdings ein luxuriöſer Ge⸗ ſchmack, der da herrſchte, aber immerhin Geſchmack. Es iſt nicht wahr, wenn man behauptet, derſelbe ließe ſich nicht ebenſo gut wie andere Dinge kaufen, übri⸗ gens hatte Frieda die Berathungen über die Renovi⸗ rung der Appartements geleitet und mit entſchiedener Hand die überwuchernden Gelüſte ihres Gatten unter⸗ drückt.

Sie ließ ſich jetzt müde in eine vor den Kamin gerückte Chaiſelongue ſinken ſie brauchte nicht erſt zu verſichern, daß ſie ſich nicht auf den Füßen erhal⸗ ten könne, Jeder mußte bei ihrem Anblicke befürchten, die zierliche Geſtalt vom nächſten rauhen Lufthauche aufgehoben und entführt zu ſehen. Sie hatte den klei⸗ nen Triſtan an ſich herangezogen und durchwühlte leiſe ſein Haar, während Hermine, die einen vom Feuer weiter weggerollten niedrigen Fauteuil gewählt hatte, mit der kleinen Elſa ſpielte, ſie ab und zu ein Stück⸗